Eintracht frankfurt: riera am scheideweg nach dortmund-pleite!

Die Luft in Frankfurt wird dünner. Nach der knappen 2:3-Niederlage beim Borussia Dortmund bangt Eintracht Frankfurt um die Europa-League-Qualifikation und die Position von Trainer Albert Riera steht nun auf Messers Schneide. Ein Erfolgserlebnis, das der Spanier dringend benötigt hätte, blieb aus – und könnte seine Zeit an der Bank des hessischen Bundesligisten beenden.

Dramatische erste halbzeit, frankfurter fehlstart

Die Partie in Dortmund begann für die Eintracht furios. Can Uzun brachte die SGE bereits nach wenigen Sekunden in Führung, ließ Bundestrainer Julian Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler vor den Augen aufhorchen. Doch der frühe Glücksrausch verflüchtigte sich schnell. Dortmund zeigte, wer das Hausherr ist und drehte die Partie dank Treffern von Serhou Guirassy und Nico Schlotterbeck vor der Pause – ein Nackenschlag für die Frankfurter, der die Mannschaft sichtlich schockierte.

Dahouds Glanzmoment: Ein besonderes Augenmerk galt der Rückkehr von Mahmoud Dahoud, der nach langer Verletzungspause sein Comeback feierte. Seine sehenswerte Vorlage für Uzun war zwar kurzlebig, doch zeigte sie das Potenzial des Mittelfeldspielers. Doch der BVB ließ keine Zweifel aufkommen, wer die Vizemeisterschaft anstrebt. Samuele Inacio sorgte mit seinem ersten Bundesliga-Tor für die komfortable 3:1 Führung. Während Felix Nmecha nach über siebenwöchiger Auszeit sein Comeback feierte, wirkte Riera am Spielfeldrand zunehmend frustriert und ratlos.

Krösche schweigt – die gerüchte schüren sich

Krösche schweigt – die gerüchte schüren sich

Sportvorstand Markus Krösche vermied es in letzter Zeit, eine eindeutige Unterstützung für Riera auszusprechen. Die Gerüchte über eine mögliche Trennung vor dem letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag kommender Woche werden dadurch nur noch lauter. Die Leistung der Mannschaft war in Dortmund zwar zunächst vielversprechend, doch die fehlende Konstanz und die Gegentore kurz vor der Pause zeigten die Schwächen des Teams deutlich auf.

Zetterer hielt, was er versprach: Torwart Michael Zetterer konnte zumindest gegen Julian Ryerson parieren und hielt die Hoffnung am Leben. Jonathan Burkardts Anschlusstreffer in der Schlussminute kam zu spät, um das Blatt zu wenden. Die Frankfurter, die sich zwar bemühten, aber oft nur hinterherliefen, fanden kaum Mittel, um die Dortmunder Defensive zu knacken.

Der Abschied einiger Dortmunder Leistungsträger wie Julian Brandt, Niklas Süle und Sebastian Kehl, der im März freigestellt wurde, verlieh der Partie eine zusätzliche emotionale Note. Doch die Eintracht konnte von dieser Stimmungsvollendung nichts profitieren. Die Hessen verpassen erstmals seit fünf Jahren die internationalen Wettbewerbe. Die Konsequenzen für Riera scheinen unausweichlich. Die Zeichen stehen auf Trennung.