Eintracht frankfurt: krise im waldstadion – europa unwahrscheinlich!
Frankfurt – Die Luft in der Frankfurter Nordwestkurve war nach dem 1:2 gegen den Hamburger SV zum Greifen dicht. Stille, wo sonst Gesänge zu hören waren. Die Eintracht, einst gefürchtet, liegt am Boden und verpasst womöglich die Qualifikation für den Europapokal. Ein Armutszeugnis, das Konsequenzen haben muss.
Die spieler kapitonierten vorzeitig
Nach rund 65 Minuten gaben die Fans auf. Ein letztes, resigniertes „Wir wollen euch kämpfen sehen“ schallte durch das Stadion, bevor die aktive Fanszene den Support einstellte. Es war ein deutliches Signal: Die Spieler hatten kapitoniert, die Leidenschaft war verschwunden. Sportvorstand Markus Krösche sprach nach dem Spiel von „extremer Verärgerung“ und betonte, dass die gezeigte Leistung nicht den Ansprüchen der Eintracht gerecht werde.

Ein xgoal-wert von 0,02 – das ist peinlich!
Was die Eintracht im ersten Durchgang bot, war erschreckend. Ein xGoal-Wert von 0,02 verdeutlichte die fehlende Idee, die fehlende Tiefe und die fehlende Intensität. Die Spieler wirkten überfordert, unfähig, dem Druck standzuhalten. Die Pfiffe der Fans zur Pause waren mehr als verdient. Can Uzun brachte zwar kurz Hoffnung mit seinem Tor, doch die Freude währte nur kurz, als der HSV nur 45 Sekunden später ausglich.
Die Abwehr war ein Sieb – und auch die taktischen Entscheidungen von Trainer Albert Riera sind fragwürdig. Der Einsatz von Ellyes Skhiri in der Innenverteidigung, die offensichtliche Unzufriedenheit einiger Spieler und das gestörte Binnenklima machen die Situation nicht besser. Die Eintracht wirkt wie ein Haufen Fremdkörper, die keinen gemeinsamen Nenner finden.

Riera steht vor dem aus – die bosse schweigen
Die Zukunft von Albert Riera ist ungewiss. Seine sportlichen Entscheidungen sind oft schwer nachvollziehbar, seine Kommunikation mangelhaft. Die Frankfurter Bosse schweigen – ein Zeichen dafür, dass auch sie mit der Entwicklung unzufrieden sind. Ein Umbruch im Sommer ist unausweichlich, sowohl im Kader als auch auf der Trainerbank. Die Eintracht muss sich dringend neu erfinden, um den Abwärtstrend zu stoppen.
Die Konsequenzen der Niederlage werden weitreichend sein. Nicht nur sportlich, sondern auch finanziell. Die verpasste Qualifikation für den Europapokal wird einen deutlichen Batzen an Einnahmen kosten. Aber noch schlimmer ist der Imageschaden, den die Eintracht sich zugefügt hat. Die Fans sind enttäuscht, die Medien spöttisch. Die Eintracht muss sich jetzt fragen, wie sie das Vertrauen zurückgewinnen kann.
Der SV Hamburg hingegen feiert einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. Ein Sieg, der nicht nur Punkte, sondern auch Selbstvertrauen gibt. Die Eintracht hingegen steht vor einer schweren Zeit. Die Saison 2025/26 wird als eine der schlechtesten in die Vereinsgeschichte eingehen.
