Ehemaliger eisschnellläufer jasch feiert überraschenden radsport-sieg!
Arco – Ein Sportmärchen geht in die Realität über: Lennart Jasch, einst gefeierter Eisschnellläufer, hat eine Bergetappe bei der Tour of the Alps gewonnen und damit für eine der größten Überraschungen der Saison gesorgt. Der 25-jährige Bayer ließ ein hochkarätiges Feld hinter sich und feierte einen Triumph, der selbst ihn überwältigte.
Von der eisbahn ins bergtrikot: jaschs unfassbarer aufstieg
Noch vor wenigen Jahren jagte Jasch auf Schlittschuhen über das Eis, seine Karriere wurde jedoch durch wiederkehrende Beschwerden am Bein jäh unterbrochen. Doch anstatt aufzugeben, wagte er einen ungewöhnlichen Neustart im Radsport – und hat mit seinem Sieg bewiesen, dass Talent und Entschlossenheit keine Grenzen kennen.
Der Sieg war kein Zufall. Jasch, der bei Red Bull-Bora-Hansgrohe im Nachwuchsteam fährt, zeigte bereits in den vergangenen Rennen sein Potenzial, insbesondere auf anspruchsvollen Bergabschnitten. Sein Team hatte ihn als Helfer für Michael Storer eingeplant, doch Jasch nutzte seine Chance, als sich die Möglichkeit bot, einen Angriff zu starten.
„Ich kann es gar nicht glauben, fühle mich gerade noch ziemlich überfordert im Kopf“, gestand Jasch nach dem Rennen. „Viele Radprofis gewinnen niemals in ihrer Karriere ein Rennen. Jetzt habe ich das Gefühl, angekommen zu sein in dieser Sportart.“

Eine familie voller talente: die sportlichen wurzeln
Jasch kommt aus einer sportlichen Familie. Seine Schwester Maira ist ebenfalls Eisschnellläuferin und hat bei den Olympischen Spielen eine Achtplatzierung erreicht. Sein Vater, Helge Jasch, ist Teamleiter des deutschen Eisschnelllauf-Nationalteams. Die sportliche Gene scheinen also tief in der Familie verwurzelt zu sein.
Doch Jaschs Weg zum Radsport war alles andere als geradlinig. Erst vor zwei Jahren bestritt er sein erstes Radrennen, den Schwarzbräu Straßenpreis von Zusmarshausen. Seine rasante Entwicklung ist beeindruckend und zeigt, dass mit der richtigen Einstellung und Unterstützung selbst außergewöhnliche Erfolge möglich sind. Sein Trainer, Dan Lorang, der bereits Jan Frodeno und Florian Lipowitz betreute, erkannte früh sein Potenzial.
Nach diesem Sieg rückt Jasch ins Rampenlicht, und es bleibt abzuwarten, ob er nun einen Vertrag bei einem World-Tour-Team angeboten bekommt. Seine Leistung bei der Tour of the Alps hat jedenfalls gezeigt, dass er zu mehr bereit ist. Die Radszene hält den Atem an.
