Ehc münchen verliert overtime-krimi gegen adler mannheim

Ein intensives Derby, geprägt von Kampfgeist und taktischer Finesse, endete für den EHC München am Freitagabend mit einer knappen Niederlage gegen die Adler Mannheim. In der Overtime entschied Mannheim das Spiel mit einem Golden Goal für sich und sichertesich einen wichtigen Sieg im Halbfinalduell der DEL.

Die vorgeschichte: schatten der playoff-debatte

Die vergangene Woche hatte den EHC München in den Fokus gerückt, und zwar nicht allein wegen des sportlichen Abiturs. Das harte Foul von Fabio Wagner gegen Edwin Tropmann im Viertelfinale gegen Ingolstadt hallte nach und sorgte für Diskussionen. Die Münchner schienen sich jedoch darauf konzentriert zu haben, diese Kontroverse hinter sich zu lassen und sich voll und ganz dem Spiel gegen Mannheim zu widmen. Mannheim kam mit Rückenwind aus der vorherigen Serie gegen die Fishtown Penguins, die sie mit 4:1 dominiert hatten – ein Vorteil, der sich in der frühen Spielphase bereits bemerkbar machte.

Frühe führung und schnelles unentschieden

Frühe führung und schnelles unentschieden

John Gilmour brachte die Adler schon in der fünften Minute in Führung, ein Zeichen dafür, dass Mannheim von der längeren Erholung profitierte. Der EHC München benötigte Zeit, um ins Spiel zu finden, doch zeigten sie dann eine bemerkenswerte Geduld und Intensität in den Zweikämpfen. Nur 27 Sekunden vor der Pause gelang Taro Hirose ein unhaltbarer Abpraller zum Ausgleich – ein Moment, der die Stimmung im Münchner Lager spürbar verbesserte.

Das zweite Drittel verlief fair, ohne größere Kontroversen. Die erste Strafe mussten die Schiedsrichter erst in der 17. Minute gegen Mannheim verhängen, und obwohl der EHC München im Powerplay gute Chancen hatte, konnten sie diese nicht verwerten. Doch dann, mit weniger als einer Minute vor der Pause, brachte Nikolaus Heigl die Landeshauptstädter in Führung – ein Tor, das kurzzeitig Hoffnung machte.

Overtime-drama: mannheim schlägt zu

Overtime-drama: mannheim schlägt zu

Die Führung hielt jedoch nicht lange. Zach Solow glich nur wenige Sekunden nach Beginn des letzten Drittels aus. Ein später Penalty gegen Alberts Šmits brachte Mannheim kurzzeitig in Überzahl, doch auch diese Chance ließen sie ungenutzt. Das Spiel gestaltete sich zunehmend hitziger, die Zweikämpfe intensiver. Dann der entscheidende Moment: Marc Michaelis gewann einen Zweikampf hinter dem Tor gegen Patrick Hager, leitete weiter zu Anthony Greco, der auf Hager passte, der den Siegtreffer erzielte. Ein unglücklicher Abgesang für den EHC München in einer Dramatik, die das Eis hockeysportlich auszeichnet.

Am Freitag empfängt der EHC München Mannheim zum zweiten Spiel dieser Serie. Die Ausgangslage ist klar: Ein Sieg ist nun unerlässlich, um in der Serie nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren.