Ehc münchen: legende abeltshauser beendet nach zehn jahren seine karriere

München – Ein Kapitel geht zu Ende: Konrad Abeltshauser, das Urgestein des EHC Red Bull München, wird die Mannschaft nach der Saison 2026/27 verlassen. Nach mehr als einem Jahrzehnt prägender Leistungen und unzähliger unvergesslicher Momente trennen sich die Wege des langjährigen Verteidigers und des Rekordmeisters. Ein Abschied, der die Fangemeinde schockiert und eine Ära im Münchner Eishockey abschließt.

Der „king koni“ – mehr als nur ein spieler

„Koni“ – wie er von den Fans liebevoll genannt wurde, oder gar „King Koni“ – war weit mehr als nur ein Spieler. Er war eine Identifikationsfigur, ein Anführer auf und neben dem Eis, ein bayerischer Original, der den Verein stets mit Leib und Seele repräsentierte. Seine Hingabe, seine Ehrlichkeit und seine absolute Leidenschaft für den Eishockey-Sport machten ihn zu einem Vorbild für Jung und Alt. Sportchef Christian Winkler brachte es auf den Punkt: „Das in Worte zu fassen, was 'Koni' bei uns geleistet hat, ist schlichtweg unmöglich.“

Vier meistertitel und viele weitere highlights

Vier meistertitel und viele weitere highlights

Abeltshauser feierte mit dem EHC vier deutsche Meistertitel (2016, 2017, 2018 und 2023) und stand 2019 im Finale der Champions League. Mit 571 Einsätzen in der DEL und 63 in der CHL belegt er hinter Maximilian Kastner den zweiten Rang in der Bestenliste der Red Bulls. Seine Leistungen sprechen für sich und sind untrennbar mit der jüngsten Erfolgsgeschichte des Vereins verbunden.

Umbruch beim ehc: mehrere abgänge neben abeltshauser

Umbruch beim ehc: mehrere abgänge neben abeltshauser

Der Abschied von Abeltshauser ist Teil eines größeren Umbruchs beim EHC Red Bull München. Auch Torwart Simon Wolf, die Verteidiger Alberts Smits und Dillon Heatherington sowie die Stürmer Nikolaus Heigl und Vadim Schreiner werden den Verein verlassen. Gespräche mit Angreifer Adam Brooks laufen noch. Das bedeutet einen kompletten Neuaufbau der Mannschaft nach dem enttäuschenden Aus im Play-off-Halbfinale gegen die Adler Mannheim.

Ein ende einer ära, der beginn einer neuen herausforderung

Ein ende einer ära, der beginn einer neuen herausforderung

„Irgendwann findet alles mal ein Ende“, kommentierte Abeltshauser selbst in einem emotionalen Abschiedsvideo. „Es war besser, als ich es mir je erträumen konnte. Es waren wunderschöne Jahre, so viele Freundschaften geschlossen, so viele Meisterschaften gefeiert… Man kann es eigentlich gar nicht in Worte fassen, was in dieser Zeit passiert ist.“ Wohin es den 33-jährigen Nationalspieler nun zieht, ist noch unklar. Fest steht jedoch: Der EHC Red Bull München verliert eine Legende, während Abeltshauser ein neues Kapitel in seiner Karriere aufschlägt. Die Fans werden ihn vermissen, seine Leistungen in Erinnerung behalten und ihm für zehn Jahre unvergesslicher Momente danken.