Ehc biel verliert grossmann – kneubühler und müller stehen vor der rückkehr
Die Playoff-Träume des EHC Biel-Bienne bekommen einen Riss: Robin Grossmann fällt mit einer Schulterverletzung bis Saisonende aus. Der 34-jährige Verteidiger, bisher sieben Scorerpunkte in 45 Partien, wird selbst bei einem Play-in-Einzug voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen.

Die stunde der zweitverwertung
Trainer Antti Törmänen muss nun umdisponieren. Grossmann war nicht nur Fels in der Defensive, sondern auch PK-Spezialist und Stimme in der Kabine. Seine Eiszeit von durchschnittlich 19:23 Minuten pro Spiel wird vor allem Simon Després und Mirco Müller auffangen müssen – zwei Akteure, die in den letzten Wochen ohnehin schon über 21 Minuten liefen. Die Belastungskurve steigt, die Bank wird kürzer.
Doch das Drama hat eine Kehrseite. Während die Defensive improvisiert, blinkt vorne Hoffnung auf. Johnny Kneubühler und Nicolas Müller kehren binnen Tagen ins Training zurück. Kneubühler, seit Mitte Oktober mit Kreuzbandriss außer Gefecht, war vor seiner Verletzung mit zwölf Punkten Top-Scorer der Seeland-Fraktion. Müller fehlt seit November – seine 55 % Face-off-Quote vermisste jede Center-Kette.
Die Timeline ist eng. Noch drei Hauptrunden-Spiele bis zum Cut-off der Play-ins. Werden die beiden nur eingewechselt, um Schützen zu ersetzen, oder gleich in die Top-6 katapultiert? Törmänen wird es vor dem letzten Hauptrundenduell am 4. Februar gegen Fribourg testen. Ein Sieg dort, und Biel rutscht auf Platz acht – dann braucht es keine Wildcard, sondern nur noch zwei gesunde Center.
Die Message aus der Kabine ist klar: Keine Ausreden. Grossmanns Ausfall schmerzt, aber er zwingt das Kollektiv, die nächste Evolutionsstufe zu finden. Wer in den Play-ins bestehen will, muss auch ohne Routinier liefern. Die Uhr tickt – und die Eisfläche wartet auf neue Helden.
