Edwards will nfl-deal – aber nur mit ring am finger

Anthony Edwards träumt laut. Wenn er mit 29 den Larry O'Brien-Tropfährt in den Himmel stemmt, will er direkt beim nächsten Training Camp als Wide Receiver auflaufen. Der 24-jährige Timberwolves-Guard schob die Deadline für seine Football-Metamorphose auf dem Stream von Bleacher Report selbst: „Championship vor 30, dann bin ich weg.“

Ein versprechen an sich selbst und die memes

Die Zahl steht: 1. Mai 2029. An diesem Tag läuft sein NBA-Vertrag aus, an diesem Tag wäre Edwards 28 Jahre und neun Monate alt – knapp unter der selbst gesetzten Marke. Die Anekdote klingt wie ein Witz, bis man die 40-Yard-Zeit aus der Highschool sieht: 4,47 Sekunden, gemessen von Scouts, die damals schon wussten, dass der Junge aus Atlanta auch als Top-Running-Back galt. Seine Brüder schleppten ihn zum Basketball, weil sie ihn nicht mehr tackeln wollten.

Jetzt sitzt er vor 15 000 Zuschauern auf Twitch, kaut Gummibärchen und erklärt, warum er sich als Backup-Quarterback vorstellen könnte. „Ich muss nicht spielen, bis der Starter umfällt“, sagt er und lacht das Lachen eines Mannes, der weiß, dass er gerade ein ganzes Franchise in der Twin Cities verrückt macht.

Die rechnung, die niemand vorrechnet

Die rechnung, die niemand vorrechnet

Minnesota zahlt ihm bis 2029 garantierte 260 Millionen Dollar. Verzichtet er auf die letzte Rate, winken ihm in der NFL bestenfalls 1,08 Millionen auf dem Minimum-Salary-Level. Die Positionskonkurrenz: 1.700 gesichtete Receiver, 45 mit First-Round-Stock, drei mit 4.2er-Speed. Edwards’ Antwort darauf: „Könnte ich nicht einfach Out-Routes laufen und über Leute springen?“ Die Front Offices schütteln den Kopf, die Fans lieben es.

Die Timberwolves selbst reagieren mit Schweigen. Intern heißt es, man habe eine Klausel eingebaut, die Football-Ausflüge untersagt. Edwards’ Agent bestätigt nichts, lächelt nur. Die Liga erinnert sich an Antonio Gates, Julius Peppers, Jimmy Graham – Basketballer, die Football dominierten. Aber keiner von ihnen hatte einen Max-Deal am Haken.

Die Uhr tickt. Die Wolves jagen Denver, Edwards jagt 25 Punkte pro Spiel. Irgendwo in einem Stadion sitzt ein Scout mit Stoppuhr und Twitter-Tab. Er weiß: Wenn Edwards im Juni 2029 den Finals-MVP-Pokal hochreißt, schaltet der Guard sein Handy aus und bucht den Flug nach Dallas. Keine Frage, kein PR-Statement, nur ein Mann, der ein Versprechen einlöst – und eine Liga, die plötzlich merkt, dass ihr schnellster Neuzugang schon längst unter Vertrag steht, nur eben woanders.