Ebola-alarm: kongos nationalmannschaft verlegt trainingslager!

Ein Schock für den afrikanischen Fußball: Die Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo muss ihre Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada kurzfristig abbrechen und nach Belgien ausweichen. Der Grund: ein wiederkehrender Ebola-Ausbruch, der die Pläne durchkreuzt und für wachsende Besorgnis sorgt.

Die entscheidung im schatten des ebola-ausbruchs

Die entscheidung im schatten des ebola-ausbruchs

Die eigentlich für drei Tage in Kinshasa geplante Einheit wurde abrupt verschoben, wie ein Sprecher des Teams gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Obwohl offizielle Stellen den direkten Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch nicht explizit bestätigen, ist die zeitliche Nähe unübersehbar. Der aktuelle Ausbruch, der bereits den 17. seiner Art im Kongo darstellt, hat bereits eine schreckliche Bilanz von 139 Todesopfern bei rund 600 gemeldeten Fällen.

Es ist ein heikles Szenario. Nur wenige Tage zuvor hatte das US-Außenministerium noch signalisiert, dass die kongolesische Mannschaft trotz der Ebola-Beschränkungen die Einreise zur WM (11. Juni bis 19. Juli) gestattet werden würde. Diese Entscheidung, die eine Ausnahme von den eigentlich geltenden Reisebeschränkungen für Nicht-US-Bürger darstellt, die sich in den letzten 21 Tagen in der Demokratischen Republik Kongo, Uganda oder dem Südsudan aufgehalten haben, wirft nun Fragen auf.

Die Vorfreude auf die zweite WM-Teilnahme seit 1974 (damals als Zaire) ist getrübt. Das Team hatte Houston als Stützpunkt für die Vorbereitung auserkoren. Dort sollte die Mannschaft sich auf die anstehenden Spiele vorbereiten. Das erste Gruppenspiel gegen Portugal am 17. Juni steht an, gefolgt von weiteren Partien gegen Kolumbien in Guadalajara und Usbekistan in Atlanta. Die Hoffnung auf eine erfolgreiche WM-Teilnahme bleibt, doch die Schatten des Ebola-Ausbruchs liegen weiterhin über dem Team.

Die Verlegung des Trainingslagers ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Gesundheit der Spieler und des Betreuungspersonals oberste Priorität hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Auswirkungen sie auf die Vorbereitung und den Verlauf der Weltmeisterschaft haben wird. Die FIFA wird die Lage sicherlich genau beobachten und gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergreifen.