Ea lässt f1-fans im regen stehen: kein neues spiel, nur ein teures update

Die Formel-1-Saison 2025 ist noch nicht einmal halb über, doch schon jetzt biegt F1 25 in die letzte Kurve – und mit ihr die Geduld der Community. EA SPORTS kündigte eine Season an, die bis zum 3. Juni läuft, länger als je zuvor. Dahinter steckt kein Geschenk, sondern ein Geschäftsmodell: F1 26 erscheint nicht als eigenständiges Spiel, sondern als kostenpflichtiges Update. Wer nächstes Jahr auf dem aktuellen Stand sein will, muss erneut zahlen – nur eben nicht für eine neue Box, sondern für einen digitalen Flecken.

Monaco wird zur deadline

Die Szene rechnet mit einem Release kurz nach dem Season-Ende, spätestens vor dem Rennen in Monaco. Das wäre terminlogisch konsequent, denn dort beginnt die echte Saison ihren Sommerteil. Doch EA schweigt. Kein Datum, kein Preis, nur das Versprechen, dass man «mehr Infos bald» geben werde. In den Foren kocht die Wut. «Ich habe 70 Euro für ein Spiel bezahlt, das jetzt zum Abo wird», schreibt ein User auf Reddit. Der Vorwurf: Weg vom Vollpreismodell, hin zur versteckten Dauerkasse.

Die neue Season selbst wirkt wie ein Alibi. Drei Szenarien wurden nachgereicht: Albon in Imola, Leclerc in Monza, Norris in Abu Dhabi. Allesamt nett anzusehen, aber kein Ersatz für neue Physik, neue Karrieren, neue Motorenregeln. Gerade diese Regeln aber dürften EA Kopfschmerzen bereiten. Seit dem Auftakt in Melbourne müssen die Piloten ihre Batterie wie einen Sparstrumpf behandeln. Volldampf? Nur noch in kurzen Flashs. Verstappen spottete: «Das ist Formel E auf Steroiden.» Wenn das Update kommt, muss EA diese Hybrid-Logik komplett umprogrammieren – sonst läuft virtuell wie real nichts zusammen.

Die ratings sind bereits makulatur

Die ratings sind bereits makulatur

Während die Season noch läuft, sind die Fahrerwertungen längst Makulatur. Russell führt die Tabelle an, Antonelli ist als Geheimtipp auf Platz zwei gelistet. Doch schon nach zwei Rennen zeigt sich: Die Prognose war Milliardenwerbung, nicht Analyse. Piastri fiel zurück, Verstappen schimpft über «Lotterie-Motoren». Die Zahlen im Spiel stimmen nicht mit den Daten auf der Strecke überein – und werden erst im Update korrigiert. Wer also heute kauft, erhält eine Version, die in wenigen Wochen technisch veraltet ist.

Die Ironie: EA verdient doppelt. Einmal an den Spielern, die jetzt noch zugreifen, und ein zweites Mal an jenen, die im Juni zuschlagen müssen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Die Formel 1 predigt Nachhaltigkeit, ihr offizieller Lizenzpartner betreibt Wegwerfsoftware. Die Devise lautet: Nur wer zahlt, fährt mit. Der Rest steht in der Boxengasse – und wartet auf ein Update, das vielleicht nie kommt.