Duplantis patzt! überraschung in stockholm

Stockholm – Die Leichtathletik-Welt steht Kopf! Armand Duplantis, der unangefochtene König der Stabhochsprungdisziplin, hat beim Diamond-League-Meeting in Stockholm eine überraschende Niederlage kassiert. Vor heimischem Publikum, wo er einst einen neuen Rekord feierte, blieb der Superstar bei 5,80 Metern hängen und musste sich dem Australier Kurtis Marschall (5,90 Meter) geschlagen geben. Ein Schockmoment für Fans und Experten gleichermaßen.

Deutsche athleten zeigen gemischte leistungen

Deutsche athleten zeigen gemischte leistungen

Während Duplantis mit einer Leistung zu kämpfen hatte, die er selbst kaum erklären konnte, sorgten deutsche Athleten für Licht- und Schattenmomente. Malaika Mihambo, nach einem vielversprechenden Saisonstart, verpasste mit 6,85 Metern die Spitze im Weitsprung deutlich. Ihre Leistung war von technischen Fehlern geprägt, die sie selbst im anschließenden Interview bedauerte. „Ich habe zu viele technische Fehler gemacht und konnte das Potenzial nicht rausholen“, sagte Mihambo enttäuscht.

Ein Lichtblick war das Rennen über 3000 Meter Hindernis, in dem sowohl Lea Meyer als auch Karl Bebendorf überzeugten. Meyer kämpfte sich nach einem holprigen Start zurück ins Rennen und erreichte als Fünfte das Ziel in einer soliden Zeit von 9:13,67 Minuten und damit auch die Bestätigungsnorm für die Europameisterschaft. Bebendorf belegte einen starken siebten Platz in 8:14,13 Minuten und sicherte sich ebenfalls die EM-Norm. „Es war ein ganz gutes Rennen, aber anders als erwartet“, kommentierte Bebendorf zufrieden.

Die Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry konnte sich hingegen mit 18,79 Metern nicht mit ihrer bisherigen Form anfreunden. „Mit der Platzierung bin ich zufrieden, aber die Weite ist nicht, was ich drauf habe“, erklärte sie nach dem Wettkampf. Die amerikanische Weltmeisterin Valarie Sion dominierte das Feld mit einer Wurfweite von 20,89 Metern und stellte einen Meeting-Rekord auf.

Die Niederlage von Duplantis wirft Fragen auf. War es die körperliche Erschöpfung nach einer langen Saison? Liegt es an der ungewohnten Atmosphäre vor dem Heimpublikum? Oder deutet es auf eine neue Konkurrenzsituation im Stabhochsprung hin? Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Superstar seine Form wiederfinden kann. Eines ist jedoch sicher: Der Sport lebt von solchen Überraschungen und unvorhergesehenen Wendungen.