Duplantis fliegt in uppsala noch höher: 6,31 m lassen die latte zittern
Uppsala schrie, die Latte zitterte – und Armand Duplantis lachte. 6,31 Meter. Der 26-Jährige stellte beim „Mondo Classic“ seinen eigenen Hallenweltrekord zum 15. Mal auf Null. Ein Sprung, eine Zahl, ein Statement: Die Konkurrenz schaut weiter in den Himmel, ohne ihn einzuholen.
Der erste versuch reichte – und die serie hält
Seit dem 21. Juli 2023 kennt Duplantis keine Niederlage mehr. 43 Wettkämpfe, 43 Siege. Die 6,30 m aus Tokio vom September 2025 waren nur eine Zwischenstation, jetzt der nächste Schritt. Er legte die Latte direkt auf 6,31 m, nachdem er mit 6,08 m den Meetingsieg bereits sicher hatte. Kein Probieren, kein Zögern – er wollte nur mehr.
Emmanouil Karalis, der Grieche, der Ende Februar mit 6,17 m die zweitbeste Markierung aller Zeiten sprang, schaffte die 6,00 m nicht. Der Riese aus Lafayette (Louisiana) blieb allein. Die Arena tobte, seine Verlobte Desire Inglander tanzte am Rand der Matte, und Duplantis? Der lief an, stach ab, flog – und landete, als hätte er nie etwas anderes getan.

Die 6,17 m von 2020 wirken wie ein kindergeburtstag
Seit der Corona-Saison, als er erstmals 6,17 m in Torun riss, hat er den Rekord jedes Jahr mindestens einmal überboten. Die Latte wurde teurer, die Ansprache kürzer. „Ich springe für mich, für meine Familie, aber heute auch für jeden einzelnen hier“, sagte er nach dem Wettkampf. Uppsala ist seine Heimat, und er macht daraus ein Heimspiel gegen die Physik.
Die Zahlen sind längst absurd: 15 Weltrekorde, 43 Siege in Folge, seit 1.018 Tagen ungeschlagen. Doch die Frage ist nicht mehr, wie hoch er springt, sondern wie lange er noch fliegt. Die Hallen-WM in Glasgow rückt näher, dann der Sommer mit der WM in Athen. Die Latte liegt bereit, Duplantis auch.
