Dttb alarmiert: tischtennis-wm droht chaos!

Ein Schock für die deutsche Tischtennis-Szene: Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) schlägt Alarm wegen der drastischen Ausweitung der Weltmeisterschaften in London. Während das 100-jährige Jubiläum der WM-Turniere naht, sieht der Verband die Gefahr, dass die sportliche Qualität und Fairness des Wettbewerbs durch das XXL-Format gefährdet werden.

Unverständnis über die neue vorrunde

Unverständnis über die neue vorrunde

Wolfgang Dörner, der Vorstandschef des DTTB, äußert in einem offenen Brief an die ITTF-Präsidentin Petra Sörling deutliches Unverständnis. Die Entscheidung, die acht besten Teams in einer Vorrunde zur Ermittlung ihrer Setzpositionen zu platzieren, wird als unnötige und potenziell manipulative Maßnahme kritisiert. Die Angst vor manipulierten Ergebnissen, um die Setzliste zu beeinflussen und die K.o.-Phase zu steuern, liegt auf der Hand. Das ist ein offenes Risiko für den fairen Verlauf des Turniers.

Die ITTF, nach Jahren schrumpfender Teilnehmerfelder, hat beschlossen, das Starterfeld auf jeweils 64 Nationen pro Wettbewerb aufzublähen – eine Rückkehr zu den Zeiten des ersten WM-Turniers 1926 in London. Dies führt zu einer Verlängerung der Wettbewerbsdauer um drei Tage, was den ohnehin schon stark überfrachteten Tischtennis-Kalender zusätzlich belastet. Während die WM 2018 in Halmstad mit fast 70 Nationen nur acht Tage dauerte, und die erste Team-WM 2004 in Doha sogar nur sieben, wird es in London nun 13 Tage dauern.

Besonders brisant ist die Reaktion der Spieler, die sich ebenfalls über die zusätzliche Belastung und den Verlust an Attraktivität und Spannung des Turniers beklagen. Die frühzeitigen Topduelle, die durch die neue Vorrunde unausweichlich entstehen, schmälern die Spannung und machen den Wettbewerb weniger attraktiv. Der DTTB fordert nun einen offenen Dialog mit der ITTF, um die Kritikpunkte anzusprechen und eine nachhaltige Lösung zu finden. „Wir brauchen einen breit angelegten Kommunikationsprozess unter Einbindung vieler nationaler Verbände, um zukünftige Entscheidungen konstruktiv zu gestalten“, betont Dörner.

Die Entscheidung der ITTF wirft ein schlechtes Licht auf die Organisation des Tischtennissports und könnte langfristig negative Auswirkungen auf die Popularität und Glaubwürdigkeit des Sports haben. Ein Umdenken ist dringend erforderlich, bevor das Tischtennis weitere Glaubwürdigkeit verliert.