Dsc dresden vor dem finale: kann suhl das wunder wiederholen?
Dresden steht kurz vor dem Einzug ins Finale der Volleyball-Bundesliga, doch der VfB Suhl will das Märchen noch nicht beenden. Nach dem überraschenden Sieg im ersten Halbfinalspiel gegen den MTV Stuttgart in der schwäbischen Heimat gilt der DSC nun als Favorit vor eigenem Publikum – doch Vorsicht ist geboten, denn die Thüringer haben bereits im Pokal bewiesen, dass sie auch als Underdog zuschlagen können.
Ein krimi mit happy end: dresdner sieg in stuttgart
Das erste Halbfinalspiel in Stuttgart war ein Volleyball-Krimi durch und durch. Über 127 Minuten kämpften sich der Dresdner SC und der MTV Stuttgart durch einen hart umkämpften Satz für Satz. Der DSC ging zwar mit 2:0 in Führung, doch Stuttgart zeigte Moral und verkürzte auf 2:1. Im entscheidenden vierten Satz bewies Dresden jedoch die nötige Nervenstärke und sicherte sich den Sieg mit 3:2. Cheftrainer Alexander Waibl sprach von einer “Berg- und Talfahrt”, die seinem Team aber auch wertvolle Erfahrungen für die anstehenden Spiele vermittelt hat.

Annäherungsprozess und angriffskraft: waibl sieht luft nach oben
Trotz des Sieges sieht Waibl noch deutlichen Verbesserungsbedarf. „Unsere Annahme und unser Angriff müssen besser sein“, betonte er nach dem Spiel. „Wir müssen in der Lage sein, aggressiver zu spielen und unsere Fehlerquote zu minimieren.“ Die Aufgabe ist klar: Dresden muss seine Leistung im Heimspiel gegen Suhl deutlich steigern, um den Finaleinzug zu sichern. Die Erinnerung an die vergangene Saison, als der DSC im Halbfinale gegen Stuttgart am Ende doch noch die Oberhand behielt, sollte zusätzliche Motivation liefern.

Suhl mit dem traum vom double: pokalsieger im aufwind
Für den VfB Suhl ist das Halbfinale gegen Dresden eine historische Chance. Nach dem Pokalsieg gegen Stuttgart und dem gelungenen Start in die Playoff-Serie mit einem 3:1-Sieg gegen Schwerin ist der Traum vom Double plötzlich greifbar. Diagonalangreiferin Hannah Hartmann zeigte sich nach dem Sieg gegen Schwerin beeindruckt: „Es hat fast alles geklappt, die ersten zwei Sätze haben wir fast perfekten Volleyball gespielt.“ Doch auch Suhl weiß, dass das Rückspiel in Dresden eine enorme Herausforderung darstellt. Die Thüringer müssen ihre Stärken aus dem ersten Spiel erneut abrufen und versuchen, den Dresdner Angriff zu neutralisieren.

Crunchtime ist spezialität: suhl will nervenstärke beweisen
Trainer Laszlo Hollosy hat seinen Schützlingen nach dem Sieg gegen Schwerin zwei freie Tage gegönnt, um neue Kraft zu tanken. „Wir haben noch nichts gewonnen, es war erst ein Spiel, das soeben zu Ende gegangen ist“, mahnte er. Die Crunchtime, also die entscheidenden Momente eines Spiels, ist für Suhl zur Spezialität geworden. Mit einer konzentrierten Leistung und der nötigen Portion Glück wollen die Thüringer auch in Dresden bestehen und damit einem möglichen Finale gegen Dresden einen weiteren Schritt näher kommen. Ein solches Endspiel würde nicht nur ein spannendes Duell versprechen, sondern wäre auch das erste rein mitteldeutsche Finale in der Geschichte der Volleyball-Bundesliga.
