Ds n°7 bringt 740 km reichweite und verlässt melfi 2026
Die ersten Straßen-Tests laufen bereits, doch jetzt zeigt DS Automobiles die finale Waffe gegen Tesla und Co.: Der neue DS N°7 rollt ab Herbst 2026 mit bis zu 740 Kilometern reiner Elektro-Reichweite vom Band – gebaut im Stellantis-Werk Melfi, Herzstück der italienischen Premium-Offensive.
Warum der c-suv den markt spalten wird
4,66 Meter Länge, 0,26 cw-Wert, 21-Zoll-Felgen – die Zahlen klingen nach Spielplatz für Aerodynamik-Fetischisten. Doch hinter der Seidengrün-lackierten Karosserie steckt ein Kalkül: Mit dem N°7 beerbt DS endgültig die bisherige DS 7 und richtet sich gegen Audi Q4 e-tron und BMW iX1. Drei Batteriegrößen, zwei Drivelines, ein Ziel: Marktanteil in Europa kratzen, während andere noch Software-Updates verteilen.
Die Basis-Version E-Tense Fwd leistet 230 PS und kommt mit 73,7 kWh Akku aus – für 543 km nach WLTP. Wer weiter will, greift zur Long-Range-Batterie (97,2 kWh). Die schafft 740 km und lädt in 27 Minuten von 20 auf 80 Prozent. Die Spitzenversion Awd Long Range mobilisiert 350 PS, sprintet in 5,4 Sekunden auf 100 km/h und kostet dabei nur 15 km Reichweite gegenüber derFronttriebler-Variante.

Melfi wird zur hochleistungs-schmiede
Im Stellantis-Werk Melfi laufen bereits die Vorbereitungen auf Hochtouren. Dort wo sonst Lancia Gamma und Jeep Renegade gebaut werden, entsteht eine zusätzliche Linie für den N°7 – ein Schachzug, der Italiens Automobil-Arbeitsplätze sichert und gleichzeitig die Lieferketten verkürzt. Batterien kommen aus Frankreich, E-Motoren aus dem Osten des Nachbarlandes – doch das Finale spielt sich auf 600 Meter Höhe in Basilicata ab.
Die Hybrid-Version nutzt einen 1,2-Liter-Dreizylinder mit 145 PS und einem 21 kW-E-Motor. CO2-Ausstoß: 119 g/km – ein Wert, der selbst gestresste Flottenmanager zum Lächeln bringt. Im Stadtverkehr fährt der N°7 bis zu 50 Prozent elektrisch, ohne dass eine Steckdose nötig wäre.
Innenraum: französischer luxus trifft auf digitale klinik
Im Cockpit dominieren ein 16-Zoll-Touchscreen und ein 10-Zoll-Instrumentendisplay. Das DS Iris System 2.0 versteht 自然语言 – „Öffne das Panorama-Dach“ funktioniert auch mit deutscher Akzent-Suppe. 14 Lautsprecher, 690 Watt, zwei im Dach verbaut – Klang ohne Knick selbst bei 200 km/h. Die DS Night Vision IR-Kamera erkennt Fußgänger bis 200 Meter, bevor der Fahrer sie überhaupt sieht.
Dabei bleibt Platz: 560 Liter Kofferraum, 30 Prozent größere Seitenfenster hinten, 40 Prozent mehr Panorama-Dach – alles messbar größer als beim Vorgänger. Und wer den Vehicle-to-Load-Adapter nutzt, kann damit das E-Bike, das Wohnmobil oder eben die italienische Espressomaschine am Campingplatz betreiben.
Marktstart ist Oktober 2026, Preise nennt DS noch nicht. Doch wer jetzt zögert, steht 2027 vielleicht wieder vor leeren Listen – denn die 97,2-kWh-Batterie ist keine Marketing-Gag, sondern ein Statement. Ein französisches, gebaut in Italien, bereit für die deutsche Autobahn. 740 Kilometer ohne Pause – das ist keine Zukunftsmusik mehr, sondern ein Termin im Kalender.
