Ds automobiles verlässt formel e nach elf jahren und setzt auf sailgp

Die Formel E verliert einen ihrer erfolgreichsten Hersteller: DS Automobiles zieht sich nach der Saison 2025/26 aus der Elektrorennserie zurück. Elf Jahre, 139 Rennen, 18 Siege und vier Titel – damit endet eine Ära, die mit zwei Fahrer- und zwei Teamweltmeistern gespickt war.

Stellantis verlagert fokus auf segelsport

Der französische Premiumhersteller will künftig seine Kräfte auf die Partnerschaft mit dem SailGP-Team Frankreich bündeln. Das bestätigte DS-Chef Xavier Peugeot am Freitag in Madrid, wenige Stunden vor dem ersten Training auf der neuen Stadtkurs-Strecke. „Wir haben in der Formel E bewiesen, dass wir Technologie in Siege verwandeln können“, sagte Peugeot. „Jetzt wollen wir dieses Know-how auf dem Wasser einsetzen.“

Die Entscheidung ist kein isolierter Schritt. Bereits vor einem Jahr verabschiedete sich Schwesterbrand Maserati aus der Serie. Damit verliert die Formel E innerhalb von zwölf Monaten zwei Marken des Stellantis-Konzerns. Ob ein anderer Ableger nachrückt, ließ der Mischkonzern offen. Intern kursieren Namen wie Peugeot oder Alfa Romeo, doch konkrete Pläne gibt es nicht.

Ds geht mit erfolgsbilanz

Ds geht mit erfolgsbilanz

Die Bilanz liest sich wie ein Lehrbuch der Effizienz: Seit dem Einstieg in Saison zwei fuhr DS 55 Podeste ein, womit das Werksteam zu den Top-3-Herstellern der Serie zählt. Den Höhepunkt markierte das Double von Jean-Éric Vergne (2019) und António Félix da Costa (2020), die nacheinander die Fahrertitel holten. Keine andere Marke schaffte zuvor zwei Weltmeister in Folge.

Für die verbleibenden neun Läufe der laufenden Saison verspricht DS weiter Vollgas. „Wir wollen mit einem Podium in Madrid beginnen und die zwölfte Saison in der Spitzengruppe beenden“, heißt es im Stellantis-Schreiben. Doch hinter den Kulissen laufen bereits die Personalchefs: Etliche Ingenieure und Mechaniker stehen vor der Entscheidung, ob sie ins SailGP-Team wechseln oder sich neuen Herausforderungen in anderen Serien stellen.

Die Formel E selbst muss nun um ihr Image kämpfen. Mit DS verabschiedet sich ein Pionier, der die Ingenieurskultur der Serie maßgeblich prägte. Die Verantwortlichen um CEO Jeff Dodds betonen, neue Hersteller seien bereits in Gesprächen. Doch die Nachweise liegen noch nicht auf dem Tisch. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Elektrorennserie ohne DS die gleiche Strahlkraft behält – oder ob SailGP plötzlich die innovativere Bühne wird.