Drohnen liefern spektakuläre bilder bei olympia – segen oder störung für die athleten?

Drohnen liefern spektakuläre bilder bei olympia – segen oder störung für die athleten?

Cortina d'Ampezzo/Mailand – Bei den aktuellen Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo setzen die Organisatoren verstärkt auf Drohnen, um den Zuschauern ein immersives Fernseherlebnis zu bieten. Ob im Eiskanal oder bei den alpinen Ski-Disziplinen, die surrenden Fluggeräte liefern atemberaubende Bilder, werfen aber auch Fragen nach der Beeinträchtigung der Athleten auf. Besonders auffällig war der Einsatz der Drohnen bei den Rodel-Wettbewerben, wo sie den Weltmeister Max Langenhan durch die ersten Kurven verfolgten.

Spannung im eiskanal: drohne begleitet langenhans fahrt

Als Max Langenhan am Samstag im Eiskanal von Cortina eine starke Leistung zeigte, wurde er nicht nur von der Geschwindigkeit des Rodels begleitet, sondern auch von einer kleinen, fliegenden Kamera. Die Drohne lieferte spektakuläre Aufnahmen, die das Fernsehpublikum begeisterten, sorgte aber gleichzeitig für ein deutlich hörbares Surren. Ob dies die Konzentration der Athleten beeinträchtigte, bleibt jedoch offen.

Auch im ski alpin für furore

Auch im ski alpin für furore

Nicht nur im Rodeln, auch im Ski Alpin sind die Drohnen im Einsatz. Sie folgen den waghalsigen Abfahrern und erzeugen so Eindrücke, die an ein Videospiel erinnern. Die Perspektiven, die durch die Drohnen ermöglicht werden, sind für die Zuschauer neu und aufregend, und sollen das Erlebnis der Olympischen Spiele verbessern.

Ioc setzt auf immersive tv-erlebnisse

Ioc setzt auf immersive tv-erlebnisse

Pierre Ducrey, Sportdirektor des IOC, betonte die Bedeutung dieser Technologie für die Zukunft des Sports: „Wir sehen das als eine Weiterentwicklung des Sports. Die Erwartungshaltung der Zuschauer ist heutzutage, ein immersives Erlebnis zu haben, insbesondere bei den Olympischen Spielen.“ Das IOC strebe danach, das bestmögliche Seherlebnis zu bieten, egal ob vor Ort im Stadion oder am Fernseher.

Athleten bislang unbeeinträchtigt?

Laut Ducrey seien die Athleten durch den Einsatz der Drohnen bisher „nicht wesentlich“ beeinträchtigt worden. Die Sportdirektorin der Spiele, Anna Riccardi, bestätigte dies und verwies auf einen kontinuierlichen Austausch mit den Athleten. Die Drohnen seien auch bei verschiedenen Veranstaltungen im Vorfeld getestet worden. Bisher habe es keine Beschwerden gegeben, die zu einem Verzicht auf die Technologie führen könnten.

Umfangreiche tests im vorfeld

Vor den Olympischen Spielen wurden die Drohnen bei verschiedenen Testveranstaltungen eingesetzt, um sicherzustellen, dass sie weder die Athleten behindern noch die Sicherheit gefährden. Die Ergebnisse dieser Tests waren positiv, was den Einsatz der Drohnen bei den Olympischen Spielen ermöglichte. Die Organisatoren betonen, dass die Sicherheit der Athleten oberste Priorität hat.

Zukunftsperspektiven und mögliche kritik

Die Verwendung von Drohnen bei Sportveranstaltungen ist ein Trend, der sich voraussichtlich fortsetzen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Technologie weiterentwickelt und welche Auswirkungen sie auf den Sport haben wird. Kritiker bemängeln, dass die Drohnen die Athleten ablenken oder sogar gefährden könnten. Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo versichern jedoch, dass alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um die Sicherheit der Athleten zu gewährleisten.