Drogenkontrollen explodieren: fast jeder zweite fahrer positiv!

Ein erschreckender Trend zeichnet sich im Straßenverkehr ab: Die Zahl der positiven Drogenkontrollen ist im vergangenen Jahr dramatisch gestiegen. Die Guardia Civil führte 144.346 Tests durch – fast die Hälfte (49%) davon endete mit einem positiven Ergebnis und dem Verlust von Punkten. Eine Zahl, die Alarm schlägt und die Notwendigkeit einer härteren Gangart unterstreicht.

Gezielte kontrollen decken erschreckendes ausmaß auf

Gezielte kontrollen decken erschreckendes ausmaß auf

Die Zahlen, die vom Innenministerium im Parlament vorgelegt wurden, offenbaren ein beunruhigendes Bild. Es handelt sich dabei nicht um zufällige Kontrollen, sondern um gezielte Maßnahmen an Orten und zu Zeiten, in denen ein erhöhtes Risiko für Drogenkonsum besteht – beispielsweise nach Unfällen oder an bekannten Brennpunkten. Die gesteigerte Anzahl von 144.346 Kontrollen im Jahr 2025 stellt einen historischen Höchstwert dar, der die Entwicklung der letzten Jahre deutlich widerspiegelt: 123.211 im Jahr 2021, 58.126 im Jahr 2022, 101.927 im Jahr 2023 und 122.938 im Jahr 2024. Der Anstieg der positiven Befunde – mit 70.717 Fällen deutlich über den 41.067 von 2021, 42.103 von 2022, 50.002 von 2023 und 64.314 von 2024 – ist somit leider vorhersehbar.

Bemerkenswert ist, dass die Alkoholtests im vergangenen Jahr nicht den historischen Höchststand erreichten, mit 6.100.005 durchgeführten Tests, verglichen mit 7.378.103 im Jahr 2024. Ein gescheiterter Versuch des Innenministeriums, die Promillegrenze von 0,25 auf 0,10 Milligramm pro Liter Atemalkohol zu senken, verdeutlicht die politische Zerrissenheit in dieser Frage. Der Vorschlag wurde mit 18 zu 19 Stimmen abgelehnt, wobei PP, Vox und ERC jeweils unterschiedliche Gründe nannten – von fehlendem Konsens bis hin zu Forderungen nach mehr Verkehrsautonomie für Katalonien. Experten des Instituto Universitario de Investigación en Tráfico y Seguridad Vial schätzen, dass eine solche Reduktion das Unfallrisiko um das Dreifache bis Fünffache hätte senken können.

Die schlichte Wahrheit ist: Die steigenden Zahlen der Drogenkontrollen und positiven Befunde zeigen, dass das Problem des Drogenkonsums am Steuer weiterhin eine immense Herausforderung darstellt. Es bedarf einer konsequenten Politik, die sowohl Prävention als auch harte Strafen umfasst, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Die Toleranz gegenüber Drogen am Steuer muss ein Ende haben – denn jedes Leben, das durch einen betrunkenen oder unter Drogen stehenden Fahrer verloren geht, ist eine Tragödie, die vermeidbar gewesen wäre.