Drama in sanremo: junge mann nach brutaler attacke querschnittsgelähmt

Schockmoment in sanremo: paolo sarullo erzählt seine geschichte

Mailand – Im Rahmen der dritten Abendvorstellung des Festival di Sanremo am Donnerstag, den 26. Februar 2026, widmete sich Carlo Conti einem äußerst wichtigen Thema: Jugendgewalt und Mobbing. Er nutzte die Bühne, um die bewegende Geschichte von Paolo Sarullo zu erzählen, einem jungen Mann, der nach einer brutalen Attacke querschnittsgelähmt ist.

"Stoppt die gewalt gegen jugendliche!"

"Stoppt die gewalt gegen jugendliche!"

In einer Live-Schalte aus dem Centro S. Maria dei Poveri der Fondazione Don Carlo Gnocchi in La Spezia, sprach Paolo Sarullo eindrücklich über sein Schicksal. "Stoppt die Gewalt gegen Jugendliche!", appellierte er an die Zuschauer. Auf die Frage nach seinem Lieblingssänger antwortete er spontan: "Olly", bevor er einige Zeilen von "Balorda nostalgia" anstimmte. Ein langer Applaus begleitete seine bewegende Aussage, als er seine Aggressoren verzieh.

Der brutale angriff in albenga

Der brutale angriff in albenga

Im Mai 2024 wurde der damals 25-jährige Paolo, ursprünglich aus Albenga, von einer Gruppe junger Männer im Alter zwischen 18 und 20 Jahren, darunter auch ein Minderjähriger, überfallen. Sie versuchten, ihm seinen Roller zu stehlen. Durch einen Schlag fiel Paolo zu Boden und erlitt einen schweren Schädel-Hirn-Trauma mit anschließender, langer Bewusstlosigkeit.

Schwere verletzungen und langer kampf im don gnocchi zentrum

Die Anfangsbedingungen waren dramatisch. Paolo musste sich zwei 15-stündigen Operationen unterziehen und lag drei Monate im Koma. Nach dem Erwachen waren die Bewegungsfähigkeit seiner Beine und Arme stark beeinträchtigt, er konnte nicht sprechen und die Kommunikation erfolgte lediglich über den Blick. Im August desselben Jahres begann er seine Reha im Don Gnocchi Zentrum in La Spezia unter der Leitung von Dr. Martina Iardella und Dr. Pietro Balbi.

Fortschritte dank moderner rehabilitation

Heute kann Paolo selbstständig atmen, sprechen und essen. Dank der Einsatz von robotischer Rehabilitation für den Oberkörper und spezieller Bein-Fuß-Orthesen macht er stetige Fortschritte. Mit einem speziellen Gehhilfsmittel, dem „Grillo“, kann er inzwischen kurze Strecken gehen. Diese Fortschritte sind ein Beweis für seinen unglaublichen Kampfgeist.

Gerichtliche aufarbeitung und solidarität

Die Angreifer wurden verhaftet und die Berufung des Gerichts bestätigte die strafrechtliche Verurteilung für den Täter. Darüber hinaus wurde eine Entschädigungszahlung von 1.270.000 Euro für Paolo und 200.000 Euro für seine Mutter angeordnet. Die Geschichte von Paolo löste eine Welle der Solidarität aus, die zur Gründung der Fondazione Uniti per Paolo führte, die sich für die Sensibilisierung gegen Jugendgewalt und die Unterstützung seiner Rückkehr nach Hause einsetzt.

Vergebung und botschaft der hoffnung

Paolo hat den Weg der Vergebung und des Dialogs gewählt und seinen Wunsch geäußert, seine Erfahrungen in eine Botschaft der Prävention, des Friedens und der Hoffnung zu verwandeln, insbesondere an junge Menschen gerichtet. Sein Appell, am Festival teilzunehmen, wurde von Carlo Conti aufgegriffen, wobei seine fragile gesundheitliche Situation stets berücksichtigt wurde. Dies ermöglichte ihm, symbolisch auf der Bühne des Ariston präsent zu sein.