Draisaitl-aus, drama in utah – oilers rutschen in play-off-angst
Ohne Leon draisaitl, ohne Punkte-Gewissheit. Die Edmonton Oilers schlitterten in Salt Lake City in die nächste Krise: 5:6 n.V. bei den Utah Mammoth – und plötzlich ist die Wildcard ein Spiegel, der springen kann.
Stützle trifft, peterka lässt die oilers bluten
Der Deutsche traf zum 1:0, der andere Deutsche schaut vom Tribüne. Draisaitls Adduktoren sind seit Mitte März kaputt, sein Team steht bei 88 Zählern und vier Partien Restprogramm. Die Pacific-Division bebt. Utah? Vorne weg im Wildcard-Rennen, dank Peterkas Frühtor und einem Powerplay, das in der Verlängerung Edmonton die Luft nahm.
Die Oilers verloren in dieser Saison schon ohne ihren Superstar, aber nie so klar die Nerven. Coach Kris Knoblauch stellte drei Reihen um, schickte Stuart Skinner früh wieder runter, doch die Mammoth schlugen jeden Check weg. 41 Schüsse, 6 Treffer – Efficiency als Vorspeise für das, was in zwei Wochen passieren kann.

Ottawa zieht davon, detroit bleibt auf der strecke
Im Osten schraubt sich Tim Stützle mit Tor und zwei Assists gegen Tampa Bay in Form: 6:2, Senators auf Platz zwei der Wildcard, zwei Punkte vor Columbus. Die Blue Jackets besiegen Detroit 4:3 im Penaltyschießen – Moritz Seider steht mit einem Assist machtlos neben dem Netz, die Red Wings rutschen drei Punkte hinter die Play-off-Ränge.
Die Bruins um Lukas Reichel, der nicht mal mehr Bank drückt, verpassen den vorzeitigen Sprung ins Stanley-Cup-Turnier. 5:6 n.V. in Carolina, dafür sechs Punkte Vorsprung auf Columbus. Marco Sturm atmet kurz durch – aber Atem holt man sich in der NHL nicht geschenkt.
88 Punkte, vier Spiele, unendlich viele Rechenmodelle. Die Oilers müssen jetzt gewinnen, sonst wird aus der sicheren Wildcard ein Lotterielos. Draisaitl oder nicht – morgen in Vancouver zählt nur die Scheibe, nicht die Reputation.
