Draisaitl zum kapitän gewählt – deutsche eishockey-nationalmannschaft bereitet sich auf olympia vor
Nhl-stars auf eis – draisaitl übernimmt führungsrolle
Mailand/Pelkum – Die deutschen Eishockey-Nationalspieler, darunter die frisch angereisten Profis aus der NHL, absolvierten am Montagnachmittag ihr erstes Eistraining im Rahmen der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele 2026. Eine Überraschung gab es bei der Bekanntgabe der Kapitänsfrage: Bundestrainer Harold Kreis entschied sich für Leon Draisaitl als Kapitän der Nationalmannschaft. Der Stürmer der Edmonton Oilers fehlte allerdings bei der ersten Einheit.

Kreis erklärt draisaitls ruhephase
„Wir möchten, dass Leon ein bisschen zur Ruhe kommt. Er hat viel um die Ohren“, erklärte Kreis, der gemeinsam mit dem DEB-Sportvorstand Christian KünastMoritz Seider (Detroit Red Wings) und Tim Stützle (Ottawa Senators) zu den Assistenzkapitänen ernannte. Diese Entscheidung unterstreicht die Bedeutung der NHL-Spieler für das deutsche Team.

Eine logische wahl für den kapitän
Kreis betonte, dass die Wahl auf Draisaitl eine logische Konsequenz sei: „Leon trägt viel Verantwortung in Edmonton, allein seine Persönlichkeit und seine Verdienste in der NHL sprechen für sich.“ Auch die Ernennung von Seider und Stützle zu Assistenzkapitänen wurde begründet. Seider war bereits bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr Kapitän, und Stützle übernimmt in Ottawa bereits Verantwortung.
Unterstützung aus edmonton
Josh Samanski, Draisaitls Teamkollege bei den Edmonton Oilers, zeigte sich begeistert von der Entscheidung: „Ich konnte Leon in Edmonton kennenlernen. Er ist super ausgelegt für diese Rolle.“ Auch Seider äußerte seine Freude: „Das ist eine große Ehre, sie ändert aber nichts an meiner Herangehensweise.“
Vorbereitung auf den olympiastart
Die Stimmung im Team ist trotz des Jetlags gut. Seider gab zu, noch etwas müde zu sein, aber die Vorfreude überwog. Kreis hat bereits an den Verteidigerpaarungen gefeilt: Fabio Wagner spielt mit Seider, Jonas Müller und Kai Wissmann bilden ein Duo, Leon Gawanke und Lukas Kälble bleiben zusammen, und Moritz Müller spielt mit Korbinian Geibel.
Trainingsformationen und die kommenden tage
Da Draisaitl noch fehlte, war eine endgültige Festlegung der Sturmreihen noch nicht möglich. Im Training liefen folgende Formationen auf: Peterka-Stützle-Stachowiak, Reichel-Michaelis-Kahun, Tiffels-Samanski-Tuomie, Ehl-Sturm-Rieder. Justin Schütz wurde in verschiedenen Kombinationen eingesetzt. Bis zum Olympia-Auftaktspiel gegen Dänemark am Donnerstag hat Kreis noch zwei Trainingseinheiten zur Verfügung.
Anpassung an die eisfläche
„Wir freuen uns, dass wir die Tage hinter uns bringen und es am Donnerstag endlich losgeht“, betonte der 67-Jährige. Kreis wies auch auf einen Unterschied zur Eisfläche in der NHL hin: „Das macht das Spiel noch schneller und die Räume noch enger.“ Die Nationalmannschaft ist bereit, sich auf die besonderen Bedingungen einzustellen und für das erste Spiel vorbereitet zu sein.
