Draisaitl zerlegt ottawa mit fünf punkten – oilers kriegen atem
Ein deutscher Schlagabtausch, der in die Geschichte eingeht: Leon Draisaitl schreibt in der kanadischen Nacht fünf Scorerpunkte gegen Tim Stützle, zieht die Edmonton Oilers mit 5:4 n.V. aus der Krise – und lässt die Playoff-Luft dicker werden.
Die Zahlen sind ein Statement. Zwei Tore, drei Assists, 29 Minuten Eiszeit. Draisaitl egalisiert zweimal einen Rückstand, serviert den Siegtreffer für Evan Bouchard nach 1:50 Minuten in der Overtime. „Er spielt Schach, alle anderen Dämmertarock“, murmelte ein Scout am Band. Die Oilers springen auf Rang drei der Pacific Division, ihre zweite Pleite-Serie in 14 Tagen ist gestoppt.

Stützle bleibt ohne antwort
Tim Stützle liefert zwei Vorlagen, trifmt aber zweimal das Aluminium. Ottawa verschenkt eine 4:2-Führung in der Schlussphase – und kassiert die siebte Niederlage in Serie. Die Senators rutschen auf den letzten Playoff-Platz der Eastern Conference ab, die Stimmung im Katakombengang kippt. „Wir haben Draisaitl einfach zugeschaut“, sagt Stützle sichtlich mitgenommen. „Das darf nicht passieren.“
Die deutsche Statsheets füllen sich weiter: J.J. Peterka trifft beim 3:2-Sieg der Utah Mammoth in Washington, Nico Sturm feiert mit Minnesota Wild ein 5:1 gegen Tampa Bay. Marco Sturm und die Boston Bruins biegen die Pittsburgh Penguins mit 2:1 – ein kleines Déjà-vu für den Ex-Bundestrainer.
Die Oilers holen erst den zweiten Sieg in sieben Spielen, doch die Tabelle lügt nicht: Sie haben zwei Spiele weniger absolviert als Vegas und liegen nur zwei Punkte hinter den Golden Knights. Das Restprogramm? Fünf Heimspiele, drei Rivalen direkt vor der Brust. Die Postseason-Zitterpartie beginnt jetzt erst richtig.
