Dosb krempft e-sport-struktur um: nationalmannschaften und förderung im fokus

Düsseldorf. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) geht mit Nachdruck voran: E-Sport wird künftig stärker in die Strukturen des organisierten Sports integriert. Mit der Gründung der DOSB E-Sports gGmbH am 1. Juni setzt der Dachverband ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung des digitalen Sports, insbesondere für Millionen junger Menschen.

Neues format, neue verantwortung

Die Entscheidung des DOSB fiel im Kontext der seit Jahresbeginn geltenden Gemeinnützigkeit für E-Sports im Vereinssport. Doch es geht um mehr als nur um steuerliche Aspekte. Leon Ries, Vorstand Jugend im DOSB, betonte die Chance, „Bewegung, Leistung, Gemeinschaft und Werte auch im digitalen Raum sichtbar zu machen.“ Die neue GmbH versteht sich nicht als Konkurrent bestehender Strukturen, sondern als Plattform für Kooperation und nationale Verantwortung.

Konkret stehen zunächst die Koordination und Betreuung deutscher Nationalmannschaften bei internationalen E-Sports-Wettbewerben im Fokus. Darüber hinaus sollen nachhaltige Leistungs- und Förderstrukturen entwickelt werden, um junge Talente gezielt zu unterstützen. Die Initiative zielt darauf ab, Leistung, Haltung und Community in Einklang zu bringen – eine Herausforderung, die der DOSB ernst nimmt.

Mehr als nur ein trend

Mehr als nur ein trend

Otto Fricke, DOSB-Vorstandsvorsitzender, machte deutlich, dass es bei der Initiative nicht um kurzfristige Trends geht. „Es geht um die Frage, wie Sport auch in Zukunft gesellschaftlich relevant bleibt und junge Menschen erreicht“, erklärte er. Die DOSB E-Sports gGmbH soll dabei eine Schlüsselrolle spielen, indem sie bestehende Akteure aus E-Sports, Gaming, Sport, Politik und Gesellschaft zusammenbringt und gemeinsame Projekte entwickelt.

Die Gründung der DOSB E-Sports gGmbH ist ein mutiger Schritt, der zeigt, dass der DOSB die Zeichen der Zeit erkannt hat. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Initiative in der Praxis bewährt und welchen Einfluss sie auf die Entwicklung des E-Sports in Deutschland haben wird. Die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig E-Sport betreiben, steigt stetig – eine Entwicklung, die der organisierten Sport nicht ignorieren kann. Die Investition in die digitale Zukunft des Sports ist längst überfällig.