Dortmund zwingt bensheim in die knie – finale jetzt nur noch zwei siege entfernt
34:32 in Wellinghofen – Borussia Dortmund hat der HSG Bensheim/Auerbach die Luft abgedreht und sich im ersten Halbfinale der Handball-Bundesliga die weiße Weste gesichert. Die Schwarz-Gelben nutzten ihre zweite Halbzeit-Explosion, um die „Best-of-three“-Serie mit 1:0 zu eröffnen. Am kommenden Samstag (18 Uhr) reicht in Bensheim ein weiterer Treffer zum Sprung ins Endspiel.
Van maurik und lassource schrauben das tempo in die höhe
Die Partie begann wie erwartet: eng, verrückt, ohne Sicherheit. Ohne ihre Stammtorhüterin Sarah Wachter lagen die Gastgeber früh mit 2:4 zurück, Vanessa Fehr parierte zwei Siebenmeter in Serie und ließ die HSG auf 7:5 enteilen. Doch Dortmund schaltete den Turbo. Deborah Lassource verwandelte aus dem Kreis, Alieke Van Maurik schlich sich an der Außenbahn vorbei, plötzlich stand es 15:15 – alles offen, alles erlaubt.
Mit einem 3:0-Sprint kurz vor der Pause ging der BVB erstmals in Führung. Die Halle tobte, Bensheim wirkte kurz wie unter Strom. In der Kabine machte Henk Groener die Lautstärke noch einmal höher: „Wir starten direkt mit Vollgas, keine Sekunde verschenken!“

Roncevic und szikora ließen bensheim verzweifeln
Der Plan funktionierte. Innerhalb von fünf Minuten baute Dortmund den Vorsprung auf 23:19 aus. Maraike Kusian blockte wie eine Verteidigerin, Emma Olsson jagte den Ball aus dem Rückraum ins Netz. Am anderen Ende lehnte Amelie Berger zweimal den Pfosten ab – Pech, das die Gäste mit bloßen Händen nicht mehr wettmachen konnten.
Die HSG stemmte sich noch einmal, kam auf 29:26 heran, aber Lassource war zur Stelle. Ihr achter Treffer – diesmal ins leere Tor – bedeutete 31:27 und schien die Entscheidung. Bensheim kämpfte, kam auf 32:34, doch Melinda Szikora flog durch die Luft und wehrte Mia Zierckes Wurf ab. Die Uhr lief runter, der Jubel kochte über.
Die Zahlen sprechen für sich: 67 % Siebenmeter-Quote, 22 Tore aus dem Rückraum, nur drei Ballverluste in der zweiten Hälfte. Dortmund dominierte nach Wiederanpfiff jede statistische Spalte – und spült damit die Erinnerung an die 32:38-Hinspiel-Pleite aus der Vorrunde weg.
Zwei Siege bis zum Finale. Für den BVB ist der erste Schritt gemacht, Bensheim muss nun antworten oder die Saendetour endet vorzeitig. In Dortmund jedenfalls fließt schon jetzt das erste Schälchen Champagner – aber der Deckel bleibt fest auf der Flasche, bis das Ticket endgültig gebucht ist.
