Dortmund raus: champions-league-traum zerbricht in budapest an einem tor
27:27 in Budapest, 52:58 im K.o.-Krimi – der BVB verpasst als letzter deutscher Club das Viertelfinale. Alina Grijseels trifft achtmal, rettet aber nur die Ehre.

Das tor, das fehlte, war schon im hinspiel gefallen
Im zappendusteren Nebelloch-Ferry-Stadion hat Ferencváros die Tempo-Granate Simon gezündet: neun Treffer, davon drei in Serie zum 21:18, als Dortmunds Deckung kurz den Stecker zog. Trainer Henk Groener stellte um auf 5-1, doch die Ungarinnen fanden sofort die Lücke zwischen Kreis und Halbanspiel. Die Sechs-Tore-Hürte aus dem 25:31 von der Westfalenhalle blieb ein leises Echo durch 60 Minuten – jedes Gegentor klang wie ein Gong.
Die Statistik lügt nicht: 58 % Ballbesitz für den BVB, aber nur zwölf Abschlüsse aus dem Rückraum trafen. Dafür vergab Dortmund viermal in Überzahl. „Wir haben die richtige Energie, nur die falsche Quote“, sagte Grijseels, noch feucht vom Duschgang. Ihre Achterpackung war trotzdem die beste deutsche Einzelleistung dieser K.o.-Runde.
Ohne deutschen Klub geht die Königsklasse in die heiße Phase – ein Novum seit 2012. Der DHB wird seine internationale Wildcard für das Final-Four-Turnier 2027 nun wohl an Metz oder Györ verlieren, weil kein Team Punkte für das Ranking sammelt. Für den BVB bleibt die Frage: reicht das Budget, um Simon & Co. im Sommer zu kopieren?
Die Antwort wird in der Bundesliga gegeben. Dort wartet morgen schon Bietigheim – und Dortmund kann nur noch eines: gewinnen, bis der Schmerz vergangen ist.
