Dortmund heizt transfer-karussell an: vlasic soll brandt beerben

Kurz nach Julian Brandts Abschiedsbekanntgabe dreht Borussia Dortmund an der Personal-Schraube. Niko Kovac hat seinen Landsmann Nikola Vlasic ins Visier genommen – und beim 28-Jährigen gibt es offenbar grünes Licht.

Kovac schwärmt, vlasic liefert zahlen

Der Kroate lief in dieser Saison in allen 29 Serie-A-Spielen für Turin auf, schoss sieben Tore, legte drei Vorlagen auf. Kovac kennt ihn aus gemeinsamen Nationalteam-Zeiten, schätzt seine variabele Offensive zwischen Zehner und links außen. Bei Dortmund könnte Vlasic genau die Lücke füllen, die Brandt hinterlässt: Ballannahme unter Druck, Dribbling im engen Raum, Fernschuss aus dem Halbdistanz.

Die Ablöse dürfte moderat ausfallen. Vlasic' Vertrag läuft bis 2027, doch Turin will seine Gehaltsstruktur entlasten. Laut italienischen Medien denkt der Klub über einen Leih-Endkauf-Deal nach, der BVB würde sich auf rund 15 Millionen Euro festlegen. Konkurrent AS Rom lauert, doch Kovac' persönliches Werben wirkt entscheidender.

Warum dieser transfer mehr ist als ein ersatzgeschäft

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Brandt ging mit 119 Torbeteiligungen in 236 Pflichtspielen, doch seine Leistung schwankte. Vlasic bringt eine konstante Ausbeute mit, die sich seit Jahren in Italien bewährt hat. Zudem passt er in den Kovac-Plan: intensives Pressing, schnelle Umschaltmomente, zweikampfstarke Außenbahn. Die Fans fordern seit Wochen eine Verjüngung, Kovac liefert mit dem 28-Jährigen einen erfahrenen, aber noch steigbaren Profi.

Entscheidung soll fallen, bevor die US-Reise Anfang Juli startet. Kovac will sein neues System in der Vorbereitung einstudieren, Vlasic soll sofort die Rolle des flexiblen Rechtsfußes übernehmen. Ein Treffen in Kroatien ist für nächste Woche geplant, Zahlen stehen auf dem Tisch. Wenn sich beide Seiten einig werden, dürfte Vlasic direkt ins Trainingslager nach Bad Ragaz reisen.