Dorothea wierer verabschiedet sich mit würde: fünfter platz bei ihrem letzten biathlon-rennen

Dorothea wierer beendet biathlon-karriere mit emotionalem abschied

Anterselva (Südtirol) – Ein letztes Mal stand Dorothea Wierer als Biathletin im Wettbewerb. Bei der Massenstart-Disziplin der Olympischen Winterspiele in Mailand-Cortina belegte die italienische Sportlerin den fünften Platz. Ein fehlerfreier Lauf wurde ihr durch einen Schießfehler verwehrt, doch der Abschied verlief alles andere als in Trauer. Im Gegenteil: Wierer zeigte Kampfgeist und Stolz, trotz ihrer fast 36 Jahre.

Spannendes rennen, emotionaler abschied

Den Sieg im Massenstart sicherte sich die Französin Ocean Michelon. Für Wierer war es jedoch nicht das Ergebnis, das im Vordergrund stand. Vielmehr ging es um einen würdigen Abschluss einer beeindruckenden Karriere. "Ich bin stolz auf dieses Ergebnis, denn ich wollte nicht Letzte werden," erklärte Wierer nach dem Rennen. "Aber im Biathlon weiß man nie, was passiert. Ich habe den Moment genossen, vorne dabei zu sein."

Jubel der fans und große abschiedsfeier

Jubel der fans und große abschiedsfeier

Die Tribünen waren mit zahlreichen Fans gefüllt, die mit Bannern und Gesängen Dorothea Wierer unterstützten. Nach dem Überqueren der Ziellinie wurde die italienische Biathletin von Familie, Teamkollegen und Fans gefeiert. Eine spontane Party entstand, begleitet von Fotos, Blumen und Champagner. Auch die deutsche Biathletin Franziska Preuß, die ebenfalls ihre Karriere beendet, wurde gebührend verabschiedet.

Erfolge einer biathlon-legende

Erfolge einer biathlon-legende

Dorothea Wiererkann auf eine glanzvolle Karriere zurückblicken. Sie gewann eine Silbermedaille bei der Mixed-Staffel hier in Anterselva, drei Bronzemedaillen bei anderen Olympischen Spielen, zwei Weltcup-Gesamtsiege und vier Weltmeistertitel. Sie hat den Biathlonsport in Italien populär gemacht und wird international hoch geschätzt.

Blick in die zukunft und worte an junge athleten

Blick in die zukunft und worte an junge athleten

"Die Medaille wäre das i-Tüpfelchen gewesen, aber es war etwas Besonderes, hier noch einmal an den Start zu gehen," sagte Wierer. "Die Unterstützung der Fans ist mehr wert als jede Medaille. Ich hoffe, dass meine Karriere andere junge Athleten inspiriert, ihr Bestes zu geben und niemals aufzugeben."

Hommage an tommaso giacomel und rebecca passler

Wierer nutzte die Gelegenheit, auch ihren Teamkollegen Tommaso Giacomel, der das Rennen aufgrund eines gesundheitlichen Problems abbrechen musste, und Rebecca Passler, die nach einer Dopingsperre wieder ins Team zurückkehrte, Mut zu machen. "Tommy hat unglaubliches Talent und wird stärker zurückkommen. Rebecca soll weiter an sich arbeiten und niemals aufgeben.".

Lisa vittozzi würdigt wierers inspiration

Auch Lisa Vittozzi, die den 18. Platz belegte, zollte ihrer Kollegin Respekt. "Dorothea war immer eine Inspiration für alle, die nach ihr kamen. Ich hoffe, dass andere junge Athleten in ihre Fußstapfen treten werden.", so Vittozzi. Ihre eigene Zukunft ließ sie offen, sie werde im Frühjahr eine Entscheidung treffen.

Sanremo? nicht dieses jahr!

Auf die Frage, ob sie beim italienischen Musikfestival Sanremo auftreten werde, lachte Wierer und antwortete: "Ich wurde nicht eingeladen, also werde ich nicht dorthin gehen."