Doncel trifft nach 45+4: mérida beendet durststrecke mit spätem sieg
Carlos Doncel schoss den Ball ins Netz, als die Uhr bereits 45+4 anzeigte – und die Romano-Studios explodierten. Mérida AD schlug Racing Ferrol 2-1, beendete eine drei Spiele andauernde Sieglos-Serie und riss sich in der Hitze der Nachspielzeit den nackten Überlebenswillen zurück.

Frühes foul, spätes foul: der tag, an dem mérida wieder atmete
Elf Minuten waren gespielt, als Sofiane El Ftouhi die Lücke fand. Ein Zug aus dem Stand, ein Schlenzer ins lange Eck – 1-0 und Ferrol wirkte kurz wie gelähmt. Doch Antón Escobar antwortete mit einem Kunstschuss aus 18 Metern, der Csenterics keine Chance ließ. Die Partie schien auf der Klinge zu balancieren, bis Doncel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte mit dem Kopf vollendete. Castellano hatte die Ecke geschlagen, Doncel stieg am höchsten. Der Treffer war mehr als ein Tor: Er war die mentale Befreiung.
Guillermo Fernández wechselte in der Pause die Systematik, doch sein Racing fand keinen zweiten Zugriff. Mérida zog sich nicht zurück, sondern spielte die Uhr geduldig herunter. Gio Almeida und Solar verschoben die Räume, Chiqui störte jeden Aufbau und ließ sich dafür verwarnen. Die Galicier liefen an, aber die letzte Durchschlagskraft fehlte.
Die Statistik brennt: Drei gelbe Karten für Ferrol in den letzten zehn Minuten, kein Schuss aufs Tor nach der 75. Minute. Mérida dagegen traf in fünf der letzten sieben Heimspiele vor der Pause – ein Muster, das Beltráns Analysten gezielt trainiert hatten. Die Lücke zum Abstiegsplatz schrumpft auf zwei Punkte, während Ferrol nach zwei Remis nacheinander wieder mit leeren Händen dasteht.
Im MixZone atmete Doncel tief durch: „Wir haben die Krise nicht weggeredet, wir haben sie weggespielt.“ Die Worte klingen einfach, aber sie treffen den Nagel auf den Kopf. Mérida lebt wieder – und das nur, weil ein Kopfball in der vierten Überlänge fiel.
