Dodo schockt cremonese mit dreher-tor – florenz jubelt und fantasie-manager staunen
Ein einziger Moment reichte, um die Artemio-Franchi in Ekstase zu versetzen: Dodo tankte sich auf der rechten Seite, ließ mit einem Haken Floriani Mussolini stehen, tunnelte Maleh mit der Sohle und versenkte mit dem linken Fuß ins lange Eck – 3:0, Spiel gedreht, Saison gekippt.
Der 4:1-Sieg gegen Cremonese katapultiert die Viola auf Platz neun und entfacht beim brasilianischen Außenverteidiger endlich die langersehnte Tor-Tor-Qualität. „Tor à la Brasilianer für Fabiano? Klar, aber meins war schöner – ich hab drei Gegner allein ausgeschaltet“, lachte Dodo im Mixed-Zone-Duell mit Efrem Parisi. Der 22-Jährige hat sich diesen Spott redlich verdient.

Die zahlen, die fantasie-manager jetzt kennen müssen
28 von 29 Partien bestritten, nur ein Mal wegen Gelb-Sperre gefehlt – das ist Dodos Saison in einer Zeile. Davor fehlte das Sahnehäubchen. Nun ist es da: Sein erstes Serie-A-Tor, zwei Assists, sechs Gelbe, 6,1 Fantasie-Schnitt. 31 Credits kostet er bei Gazzetta – ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass seine Punkteausbeute ab dem 23. Spieltag nur noch eine Note unter 6 kennt (5 gegen Turin, hartes 4,5 nach Ampel). Die Kehrtwende 2026 nennt der Klub intern „Plan Dodo“: weniger Risiko, mehr Ballgewinn, offensive Dribblings nur noch als Ausnahme.
Trainer Italiano hatte ihn vorige Woche vor die Wahl gestellt: defensive Disziplin oder Bank. Dodo wählte Disziplin – und wurde belohnt. Die rechte Seite ist seit Wochen keine Einladung mehr, sondern eine Festung. Statista zählt in den letzten sieben Spielen nur noch 0,7 gefährliche Ballverluste pro 90 Minuten, vor der Winterpause waren es 2,4.
Und jetzt? Fünf Spiele bleiben, Europa League-Plätze drei Punkte entfernt. Wer Dodo vor zwei Monaten abgeschrieben hat, schaut heute auf 31 Credits und ein Lächeln, das so breit ist wie der Arno. Florenz feiert seinen Brasilianer – und der Fantacalcio bekommt endlich den Außenverteidiger, den er verdient.
