Djokovic verzichtet auf monte carlo – droht nun das aus für rom?

Die rote Staubwelle rollt ohne ihren König. Novak Djokovic meldete sich gestern aus dem Fürstentum ab – erstmals seit 2011 fehlt der Serbe beim Rolex Monte-Carlo Masters. Die Konsequenz: ein Riss im Kalender, der bis nach Rom reicht.

Die schulter, die den planeten bebt

Schon Miami ließ er sausen, weil die rechte Schulter nicht mehr mitspielte. Dieselbe Blessur zwingt ihn nun, das mit Abstand emotionellste 1000er-Event seiner Karriere zu streichen. Keine Spaziergänge mehr über die Terrasse des Country Clubs, keine Interviews neben dem Becken, wo er einst mit dem Prinzen schwatzte. Stattdessen: Reha, Eis, Fragezeichen.

Die ATP-Race-Wertung macht den Bruch sichtbar. Djokovic liegt nur noch auf Rang fünf. Die Punkte schmelzen, während Carlos Alcaraz und Jannik Sinner bereits Tonnen von Lehmstaub versprühen. Wer jetzt nicht sammelt, verliert früh die Fäden.

Roms pinien rascheln unruhig

Roms pinien rascheln unruhig

Die Italian Open (6.–17. Mai) hat offiziell noch keinen Namen gestrichen, aber hinter den Mauern des Foro Italico arbeiten Buchmacher bereits mit Absagen-Quoten. „50:50“ lautet der interne Konsens. Djokovic’ Team schweigt, was in Belgrad als Signal gelesen wird: Keine Prognose ist die schlechteste Prognose.

Für den 38-Jährigen geht es nicht nur um Titel Nummer 99. Paris rückt ins Visier, und Roland-Garros ohne Matchpraxis auf Sand ist ein Schachzug, den selbst er nicht gewinnen könnte. Die letzte Klausur fiel 2025 bisher mit Fragezeichen durch.

Die Uhr tickt laut. Monte Carlo war gestern, Rom zittert, Paris wartet. Und Djokovic? Der schaut auf eine Saison, die plötzlich enger wird als sein Tennisschläger-String.