Djokovic schlägt erneut aus: monte-carlo ohne den king

Monte-Carlo wird zum Schaulaufen der Next Gen – denn Novak Djokovic hat auch das nächste Masters abgesagt. Nach Miami bleibt der 24-fache Grand-Slam-Champion auf der Tribüne. Der Grund: leise, aber laut genug – die rechte Schulter ist noch nicht bereit für Sand.

Der serbe fehlt – und das feld atmet auf

Der serbe fehlt – und das feld atmet auf

Die Organisatoren des Rolex Monte-Carlo Masters bestätigten am Freitag die Absage, ohne Details zu nennen. Für die Chronik reicht ein Blick zurück: Djokovic gewann die Traditionsveranstaltung 2013 und 2015, doch seitdem wartet er auf den dritten Titel. Nun wird er auch 2026 nicht liefern. Die Sandplatzsaison in Europa beginnt ohne ihren Rekordjäger – ein Novum seit 2006.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: In 19 Saisonstarts auf der ATP-Tour stand Djokovic nur dreimal im Endspiel, kein Titel. Die Schulter – erstmals in Indian Wells richtig erwischt – blockiert die Serviceeinheit, die Schlagarme zuckt bei hochkarätigen Backhands. Monte-Carlo war eigentlich der ideale Auftakt, um vor Roland-Garros Matchrhythmus zu tanken. Stattdessen bleibt das Feld hinter Jannik Sinner und Carlos Alcaraz offen wie selten.

Die Frage ist nicht mehr, ob Djokovic zurückkommt, sondern wann er wieder angreifen kann. Paris rückt näher – und mit ihm die unerbittliche Uhr. 38 Jahre, 428 Wochen Nr. 1, aber keine ewige Garantie. Wer jetzt auf Sand durchstartet, sammelt Punkte, Selbstvertrauen, Legendenstatus. Der Serbe schaut vom Sofa zu und weiß: Der Countdown läuft, mit oder ohne ihn.