Djokovic scheitert in wüste: doppler schickt rekordchampion nach hause
Die Sonne von Indian Wells brennt härter als je zuvor auf Novak Djokovic’ Rücken. Der 38-jährige Serbe verpasst beim ATP-Masters das Viertelfinale – und das gegen einen Mann, der vor drei Monaten noch mit der linken Hand nicht mal einen Kaffee halten konnte.
Draper liefert die sensation ab
Jack Doppler, 24, laufenstraining während seiner sechsmonatigen Pause nach einer Armverletzung, schickt den 24-fachen Grand-Slam-Sieger mit 6:4, 4:6, 7:6 (7:5) nach Belgrad zurück. Die Zuschauer erleben eine Achterbahn: Djokovic dominiert mit der Rückhand longline, doch Draper antwortet mit Stoppbällen, die wie Betonklötze auf dem Wüstengrund aufsetzen. Im Tiebreak des dritten Satzes jagt der Brite eine Vorhand cross, die Djokovic’ Schlägerkante nur streift – Matchball.
Für Djokovic ist es das erste frühe Aus nach Melbourne, wo er gegen Carlos Alcaraz den Final verlor. Sein letzter Sieg in der kalifornischen Wüste datiert von 2016 – eine Ewigkeit, selbst für ihn. Die Statistik nagt: Kein Viertelfinale in Indian Wells seit acht Jahren. Keine Frage, der Körper meldet sich. Die Beine waren schwer, die erste Aufschlagquote sank auf 56 Prozent. Doch er verneigt sich fair: „Jack hat verdient gewonnen. Er spielte mutiger in den entscheidenden Momenten.“

Alcaraz bleibt unbesiegt
Während Djokovic die Koffer packt, schraubt Carlos Alcaraz seine Siegesserie auf 14:0 in 2026. Gegen Casper Ruud lässt der Murcianer nur neun Punkte im ersten Satz, ehe er im Tiebreak des zweiten Durchgangs den Turbo zündet: 6:1, 7:6 (7:2). Sein Geheimnis? „Ich schlafe acht Stunden und träume von Trophäen“, lacht er im Interview. Nächster Halt: Cameron Norrie, der in seinem Wohnzimmer in der Wüste ebenfalls ohne Satzverlust steht.
Draper trifmt nun auf Daniil Medvedev. Der Russe wartet seit 17 Monaten auf einen Titel, doch nach dem Aus von Djokovic schielt auch er auf die Chance, die Schokoladenseite der Draw-Tableau zu nutzen. Die Wüste hat ihren König verloren – und einen neuen Helden geboren, der mit jedem Stoppball die Vergangenheit hinter sich lässt.
