Djokovic kämpft sich durch: zäher sieg gegen wu in wimbledon
London – Novak Djokovic hat sich bei Wimbledon in einem hart umkämpften Erstrundenduell gegen den Chinesen Yibing Wu mit 4:6, 7:5, 4:6, 6:4, 6:4 durchgesetzt. Der Weltranglistenerste wirkte alles andere als souverän und musste sich über drei Stunden gegen den überraschend starken Wu wehren. Ein Auftakt, der Fragen aufwirft, nachdem Djokovic zuletzt so dominant wirkte.
Ein match voller überraschungen und wendungen
Die Center Court war Zeuge eines Kampfes, der mehr als nur zwei Runden Tennis versprach. Wu, der 102. der Weltrangliste, präsentierte sich als äußerst unangenehmer Gegner. Seine aggressive Spielweise und sein überraschend präzises Spiel setzten Djokovic von Beginn an unter Druck. Besonders im ersten Satz gelang es Wu, die Aufschlagstärke des Serben zu neutralisieren und ihn immer wieder mit cleveren Ballwechseln aus dem Konzept zu bringen.
Doch Djokovic ist ein Champion, und er ließ sich nicht unterkriegen. Nach einer kurzen Unterbrechung aufgrund des Wetters, als das Dach geschlossen werden musste, schien der Serbe kurzzeitig neue Kraft getankt zu haben. Dennoch war der Widerstand des Chinesen beeindruckend.

Korpatsch chancenlos, gauff dominiert
Für deutsche Tennis-Hoffnungen war der Tag hingegen weniger erfolgreich. Tamara Korpatsch hatte gegen Coco Gauff keine Chance und unterlag deutlich mit 2:6, 1:6. Die US-Amerikanerin zeigte eine beeindruckende Leistung und ließ Korpatsch kaum Luft zum Atmen. Die Aufgabe war für Korpatsch schon früh besiegelt.

Struff kämpft sich zum sieg
Jan-Lennard Struff lieferte ebenfalls ein dramatisches Match ab. Gegen den Argentinier Sebastián Báez gewann er mit 6:1, 7:6 (7:4), 4:6, 2:6, 7:5. Nach einem zwischenzeitlichen Einbruch kämpfte sich der Warsteiner Tennisprofi zurück ins Spiel und sicherte sich am Ende den Sieg. „Ich musste mich irgendwie resetten“, gab Struff nach dem Match zu.
Und schließlich bezwang Tatjana Maria die Kasachin Yulia Putintseva mit 6:4, 6:4. Ein souveräner Sieg für die deutsche Tennisspielerin, die ihre unorthodoxen Slice-Bälle gekonnt einsetzte und Putintseva zur Verzweiflung trieb.
Die ersten Wimbledon-Matches haben bereits für Überraschungen gesorgt und zeigen, dass das Turnier in diesem Jahr spannender denn je verspricht zu werden. Ob Djokovic seine Form wiederfinden wird, bleibt abzuwarten.
