Dhb-team: dänemark-fluch hält an – heim-wm in gefahr?
Die Ernüchterung ist groß: Nach zwei Testspielen gegen Dänemark steht das DHB-Team vor einer gewaltigen Herausforderung. Der vermeintliche „Dänemark-Fluch“ hält an, und die Aussichten auf eine erfolgreiche Heim-WM im Januar werden düsterer. Seit mehr als einem Jahrzehnt wartet die deutsche Nationalmannschaft auf einen Sieg gegen die skandinavischen Weltmeister – eine Serie, die sich auch in den jüngsten Testspielen fortsetzte.
Die fakten sprechen eine deutliche sprache
Zwei Niederlagen, eine desaströse Bilanz und ein Gegner, der scheinbar mühelos dominiert. Das ist die bittere Realität für das DHB-Team. Obwohl vier Leistungsträger fehlten, wirkt die Kluft zwischen Deutschland und Dänemark größer denn je. Marko Grgic sprach von einer „B-Mannschaft“, die „wahrscheinlich auch Titel gewinnen könnte“ – ein Schlag ins Gesicht für den deutschen Handball.
Juri Knorr, der als Spielmacher eine Schlüsselrolle einnimmt, räumte ein, dass das Team „zu viel Respekt“ vor dem Gegner hat. „Wir wissen, wo wir stehen“, so Knorr, „und das ist immer noch in der Weltspitze.“ Doch die Worte allein reichen nicht aus, um den anhaltenden Erfolgslosigkeit gegen Dänemark zu überwinden.

Die dänen – ein vorbild für alle
Was aber macht die dänische Mannschaft so stark? Knorr, der selbst beim dänischen Topklub Aalborg spielt, weiß es genau: „Sie haben eine Spielphilosophie verinnerlicht, die sowohl in der Nationalmannschaft als auch im Verein funktioniert. Das fällt ihnen leicht, auch neue Leute zu integrieren.“ Diese konstante Qualität, die durch die nahtlose Integration neuer Spieler gewährleistet wird, macht die Dänen so schwer schlagbar.

Noch acht monate bis zur heim-wm
Die Zeit bis zur Heim-WM im Januar läuft davon. Ob das DHB-Team in der Lage sein wird, die Lücke zu schließen und den „Dänemark-Fluch“ endlich zu brechen? Die kommenden Länderspiele und die EM-Qualifikation werden entscheidend sein. Der Weg zur erfolgreichen Heim-WM ist noch weit, aber nicht unmöglich. Trainer und Spieler müssen jetzt alles daran setzen, um die Leistung zu verbessern und das Team auf das höchste Niveau zu bringen.
Die Auslosung am 10. Juni in München wird zeigen, welche Gegner auf die deutsche Mannschaft zukommen. Bis dahin stehen noch zwei Länderspiele an, bevor im Herbst die EM-Qualifikation gegen Belgien und die Slowakei auf dem Programm steht. Die Zeit drängt, und der Druck wächst.
