Dfb-reform: aufstieg in die 3. liga – entscheidung rückt näher!

Darmstadt – Die Fußballwelt im Osten atmet auf: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich in einer überraschenden Wendung offiziell zur Überarbeitung der Aufstiegsregelung in die 3. Liga bekannt. Nach langem Zögern und internen Querelen nannte der Verband nun auch die Gremien, die über die entscheidenden Beschlüsse befinden werden – ein deutliches Signal an die ungeduldigen Regionalliga-Klubs.

Die dfb-entscheidung: mehr als nur ein wortbruch?

Die dfb-entscheidung: mehr als nur ein wortbruch?

Die Nachricht kam nicht überraschend, doch ihre Klarheit ist ein Novum. Sport-IM-OSTEN erfuhr, dass der DFB in seiner Antwort auf eine entsprechende Anfrage die DFB-Spielordnung als Grundlage für die Reform nannte. „Die entsprechenden Bestimmungen müssten bei einer Strukturreform angepasst werden. Diese Beschlüsse müssten über den DFB-Vorstand oder DFB-Bundestag erfolgen“, so die offizielle Stellungnahme. Der DFB räumt damit ein, dass eine Reform dringend erforderlich ist, ein Umstand, den viele Fans und Vereinsvertreter seit Jahren fordern.

Präsident Bernd Neuendorf hatte sich in den letzten Wochen bereits öffentlich für eine Neuausrichtung ausgesprochen, zuletzt sogar in Oberhausen und beim Bayerischen Fußball-Verband. Seine deutliche Ansage – „Jeder Einzelne sieht den Reformbedarf bei der Regionalliga. Ja, Meister müssen aufsteigen“ – unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Initiative. Doch was bedeutet das konkret für die Vereine?

Die Diskussion um das „Kompassmodell“ und das alternative „Regionenmodell“ geht weiter. Während das Regionenmodell die Aufspaltung der Regionalliga Nordost vorsieht, setzt das Kompassmodell auf eine gerechtere Verteilung der Startplätze – ein Modell, das insbesondere von den Vereinen im Nordosten befürwortet wird. Der nächste ordentliche DFB-Bundestag ist erst im Dezember 2027 geplant. Ein außerordentlicher Termin wird nun wahrscheinlich notwendig, um den Zeitplan einzuhalten.

Die Klubs sollen nun über die beiden Modelle abstimmen. Dabei gilt es, die Details – Trägerschaft, Zulassungsvoraussetzungen, Staffelstärke – zu klären und eine tragfähige Lösung zu finden. Die Verhandlungen werden sicherlich nicht einfach, doch der DFB hat mit seiner heutigen Bekanntgabe den entscheidenden Impuls gegeben.

Ralph-Uwe Schaffert, Vize-Präsident des DFB und Präsident des Nordverbands, lud die Träger der fünf Regionalligen bereits zur Klärung der Parameter ein. Auch NOFV-Präsident Hermann Winkler signalisierte Kampfgeist: „Wir wollen nun zügig und bestmöglich alle offenen Fragen zum Kompassmodell klären.“

Die Aufstiegsreform ist längst mehr als nur eine technische Angelegenheit. Sie ist Ausdruck einer tiefgreifenden Unzufriedenheit mit den aktuellen Strukturen und dem Wunsch nach mehr Gerechtigkeit und Transparenz im deutschen Fußball. Der DFB hat nun die Chance, diesen Wunsch zu erfüllen und den Weg für eine neue Ära im Regionalliga-Fußball zu ebnen.