Dfb-frauen demonstrieren dominanz: blick auf österreich-duell

Herzenaurach – Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist mit zwei souveränen Siegen in die WM-Qualifikation gestartet und peilt nun gegen Österreich den nächsten Erfolg an. Nach den deutlichen Triumphen gegen Slowenien und Norwegen ist das Team von Bundestrainer Christian Wück bereit für die anstehenden Derby-ähnlichen Duelle mit den Nachbarinnen.

Janina minge: "extrem harte spiele" erwartet

Die Stürmerin Janina Minge, eine der erfahrensten Spielerinnen im DFB-Kader, warnt vor einem leichten Gegner. "Spiele gegen Österreich sind immer etwas Besonderes“, so Minge, die von "Derby-Vibes“ spricht. Die Vertrautheit vieler Spielerinnen mit ihren österreichischen Konkurrentinnen aus der Bundesliga macht die Aufgabe zusätzlich kompliziert. Minge prophezeit: "Es werden zwei extrem harte Spiele."

Doch die Erinnerungen an die letzten Begegnungen sind eindeutig positiv für die deutsche auswahl. In der Nations League setzten sie sich 2023 deutlich mit 4:1 und 6:0 durch. Ob sich diese Überlegenheit in den Qualifikationsspielen für die WM 2027 in Brasilien wiederfinden lässt, bleibt abzuwarten, doch die Erwartungen sind hoch.

Im Trainingslager in Herzogenaurach hat das Team seit Dienstag intensiv an seiner Form gefeilt. Der klare Sieg gegen Slowenien (5:0) und der weitere Erfolg gegen Norwegen (4:0) bestätigen den bisherigen Qualifikationsverlauf. "Unser Ziel ist es, uns in der Tabelle vorne festzusetzen“, betont Minge.

Vielseitigkeit und führungsstärke: minge überzeugt

Vielseitigkeit und führungsstärke: minge überzeugt

Die 26-Jährige, die im DFB-Team eine feste Größe ist und bereits 30 Länderspiele bestritten hat, fühlt sich wohl und selbstbewusst. "Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, erklärt sie. Ihre Vielseitigkeit ist dabei ein großer Trumpf: Ob in der Innenverteidigung, im defensiven Mittelfeld, im offensiven Mittelfeld oder sogar als Stürmerin – Minge ist überall einsetzbar. Ein besonderes Novum feierte sie kürzlich, als sie aufgrund einer roten Karte der Stammkeeperin und des ausgeschöpften Wechselkontingents sogar im Tor stand.

"Natürlich hoffen wir, dass es nicht wieder vorkommt, aber ich stehe jederzeit zur Verfügung. Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten: Ich habe jede Position gespielt“, schmunzelt Minge. Die Atmosphäre im Team ist von Harmonie geprägt. "Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier in der Nationalmannschaft ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern“, so die Vize-Kapitänin. Die deutsche Mannschaft ist bereit, ihre Dominanz zu beweisen – und die österreichischen Frauen stehen vor einer echten Herausforderung.