Dfb-frauen demonstrieren dominanz: blick auf hartes duell gegen österreich

Nürnberg fiebert, Herzogenaurach trainiert – die deutsche Frauen-Nationalmannschaft steht vor zwei wichtigen Duellen in der WM-Qualifikation gegen Österreich. Nach zwei souveränen Siegen gegen Slowenien und Norwegen gilt es nun, die Derby-Vibes zu bändigen und den starken Nachbarn erneut unter Kontrolle zu bringen. Janina Minge, Vize-Kapitänin und Abräumerin im Mittelfeld, warnt vor einem „extrem harten“ Kampf.

Vertrautheit und respekt: die bundesliga-verbindungen

Die Spielerinnen des DFB-Teams kennen viele ihrer österreichischen Gegenspielerinnen bestens aus der Bundesliga. Diese Vertrautheit macht die Vorbereitung nicht einfacher, denn es geht um mehr als nur sportliche Rivalität. „Es werden zwei extrem harte Spiele“, prognostiziert Minge, die ihre Erfahrung in Herzogenaurach voll ausschöpft. Die Atmosphäre wird intensiv sein, geprägt von gegenseitigem Respekt und dem Willen, sich zu beweisen.

Die Erinnerung an die klare Überlegenheit der letzten Nations League-Partien (4:1 und 6:0) dürfen die deutschen Spielerinnen jedoch nicht trüben. Österreich hat sich weiterentwickelt und wird in Nürnberg und Ried alles daran setzen, zu punkten. Bundestrainer Christian Wück hat seine Mannschaft darauf eingestellt, die österreichischen Stärken zu neutralisieren und die eigenen Vorteile auszuspielen.

Minge: mehr vertrauen, weniger diskussionen

Minge: mehr vertrauen, weniger diskussionen

Für Janina Minge ist der Aufstieg in der Nationalmannschaft ein kontinuierlicher Prozess. „Ich habe immer mehr Vertrauen in mich selbst bekommen. Das ist der Schlüssel zum Erfolg“, betont die 26-Jährige, die seit ihrem Debü vor drei Jahren eine feste Größe im DFB-Team ist. Ihre Vielseitigkeit ist dabei beeindruckend: Ob in der Innenverteidigung, im Mittelfeld oder sogar als Notnagel im Tor – Minge ist stets bereit, die Rolle zu übernehmen, die das Team benötigt. Tatsächlich musste sie im letzten Spiel für Union Berlin als Torwartin aushelfen, nachdem die Stammkeeperin Rot erhalten hatte. Eine Erfahrung, die sie mit einem Augenzwinkern kommentiert: „Jetzt kann ich wirklich von mir behaupten, jede Position gespielt zu haben.“

Im Team herrscht eine außergewöhnliche Harmonie. Minge schildert: „Wir haben gar nicht so viele Themen, die hier in der Nationalmannschaft ernsthaft diskutiert werden. Es läuft bei uns, deshalb gibt es wenig zu meckern.“ Flache Hierarchien und offene Kommunikation sind die Basis für den Erfolg. Jede Spielerin kann ihre Meinung äußern, und das Team steht wie ein Fels in der Brandung zusammen.

Das Ziel ist klar: Die deutsche Nationalmannschaft will sich in der Tabelle vorne festsetzen. Die kommenden Spiele gegen Österreich sind dafür entscheidend. Die Vorfreude auf die Herausforderung ist groß, die Entschlossenheit unübertroffen. Denn in der WM-Qualifikation zählt nur der Sieg.