Dfb schaltet neuen pay-tv-sender frei: nationalmannschaft im blick!
Ein Erdbeben im deutschen Fußball: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) steigt selbst in das Pay-TV-Geschäft ein. Ab dem 22. Mai, dem Vorabend des DFB-Pokalfinals, wird DFB.TV seine Sendeflache öffnen und erstmals Live-Bilder aus dem Trainingslager der Nationalmannschaft in den USA während der WM 2026 übertragen – ein Novum, das Fansherzen höherschlagen lässt.

Mehr als nur die a-nationalmannschaft
Doch DFB.TV bietet weit mehr als nur Einblicke in das Leben der Stars. Der neue Sender, in Kooperation mit der Sportainment Media Group realisiert, verspricht ein umfassendes Programm, das die gesamte Bandbreite des deutschen Fußballs abdeckt. Live-Übertragungen der Junioren-Nationalteams, der 2. Frauen-Bundesliga und der Amateurligen, inklusive des Finaltages, sind ebenso geplant wie zahlreiche weitere Inhalte. 5,99 Euro kostet das monatliche Abonnement über das Internet und die zugehörige App, während ein Jahresabo mit 59,99 Euro zu Buche schlägt.
Holger Blask, DFB-Generalsekretär, sieht in DFB.TV einen „entscheidenden Schritt in der medialen Weiterentwicklung des Deutschen Fußball-Bundes“. Er betont, dass das Angebot „den Fußball in seiner ganzen Breite noch näher an die Menschen bringt“ und Inhalte bündelt, die bisher schwer zugänglich waren oder auf verschiedenen Plattformen verstreut lagen. Die Fans bekommen exklusive Einblicke, die sie so noch nie gesehen haben – ein Coup für den DFB, der seine Einnahmen diversifizieren und gleichzeitig die Bindung zu den Fans stärken will.
Die Entscheidung des DFB, eigene Wege zu gehen, wirft Fragen auf: Wie wird sich die etablierte Pay-TV-Landschaft darauf reagieren? Und wird DFB.TV tatsächlich in der Lage sein, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen? Die Antwort liegt in der Qualität der Inhalte und dem Preis – ein Balanceakt, der dem DFB vor der WM 2026 gelingen muss. Ein Blick auf die steigenden Kosten für Übertragungsrechte zeigt, dass der DFB einen mutigen Schritt wagt und das Risiko eingeht, die Kontrolle über die Bilder seiner Mannschaften selbst in die Hand zu nehmen.
