Dfb prüft wm-bewerbung: deutschland träumt von dritter heim-weltmeisterschaft?

Die Fußball-WM nach Deutschland zurückholen – ein Traum, der im deutschen Fußball lange schlummerte, könnte wahr werden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) schließt eine Bewerbung für die Weltmeisterschaft nicht aus, sondern prüft aktiv mögliche Optionen. Ein Sprecher bestätigte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA), dass die Verbandsführung sich mit der Frage auseinandersetzt, ob und wann Deutschland erneut Gastgeber eines Großereignisses dieser Größenordnung sein könnte.

Die infrastruktur stimmt: warum deutschland wieder in frage kommt

Schon zweimal, 1974 und 2006, feierte Deutschland ein Fußball-WM-Turnier. Hinzu kommen drei Europameisterschaften, zuletzt im Sommer 2024. Bernd Neuendorf, der DFB-Präsident, betonte bereits im vergangenen November, dass Deutschland sowohl die notwendige Infrastruktur als auch die Organisationserfahrung mitbringt, um ein solches Turnier auszurichten. Die Erinnerungen an die Erfolge von 2006, als das Land in Fußballfieber lag, sind noch lebendig. Doch es gibt Hürden.

Die FIFA hat aktuell keine offenen Bewerbungsverfahren für Weltmeisterschaften ausgeschrieben. Die nächsten drei Turniere sind bereits vergeben: 2026 an die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko, 2030 wird es ein Gemeinschaftsevent mit Marokko, Portugal, Spanien, Uruguay, Argentinien und Paraguay geben und 2034 winkt Saudi-Arabien der Zuschlag. Das bedeutet, dass eine deutsche Bewerbung frühestens 2034 realistisch wäre.

Fokus auf die frauen-em 2029 – aber die männer-wm darf nicht vergessen werden

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Der DFB hat sich im November 2025 explizit erklärt, dass der aktuelle Fokus auf der Bewerbung für die Frauen-Europameisterschaft 2029 liegt – ein Ziel, das bereits erreicht wurde. Doch Neuendorf ließ auch durchblicken, dass er sich grundsätzlich vorstellen kann, dass Deutschland perspektivisch auch eine Männer-WM ins Auge fasst. Die politische Unterstützung lässt ebenfalls nicht lange auf sich warten: Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag für eine Bewerbung um die WM 2042 ausgesprochen und die Bundesregierung aufgefordert, den DFB dabei zu unterstützen.

Die Frage ist, ob Deutschland den Mut hat, sich frühzeitig zu positionieren und eine Bewerbung anzukündigen. Die Konkurrenz wird groß sein, und die Anforderungen der FIFA an die Austragungsorte sind immens. Aber die Erinnerung an das Sommermärchen 2006 und die Leidenschaft der deutschen Fans sind ein starkes Argument. Die Vorfreude auf mögliche deutsche WM-Heimspiele ist geweckt.