Deutsche staffel verspielt podest mit pfunds schieß-debakel in kontiolahti

Die deutsche Herren-Staffel verabschiedet sich mit einem verpatzten Finale aus dem Weltcup-Winter: In Kontiolahti reichten zwei Strafrunden von Leonhard Pfund, um alle Podestträume zu begraben. Platz sechs, 1:43 Minuten Rückstand – das ist die bittere Bilanz nach 4x7,5 Kilometern.

Schnelle ski, zitternde finger

Lukas Fratzscher liefert den erhofften Start auf Rang vier, Philipp Nawrath verteidigt die Position, obwohl er sich am Stehendanschlag quält. Doch der Youngster Pfund, bislang als Scharfschützen gefeiert, rast nach 15 Schüssen und zwei Strafrunden als Zwölfter zurück. „Ich hab nicht mehr gewusst, wo die Scheiben sind“, sagt er nach dem Rennen. Die 100-Prozent-Quote im Liegendschießen? Geschichte.

Philipp Horn übernimmt 40 Sekunden hinter der Bronze-Position. Mit zwei Nachladern wird daraus nichts. Die Konkurrenz enteilt, Norwegen profitiert von Fillon Maillets Blackout und feiert den Sieg – und damit auch die Nationswertung.

Norwegens comeback und fillon maillets kollaps

Norwegens comeback und fillon maillets kollaps

Frankreich liegt 800 Meter vor Schluss noch vorn, doch Vetle Sjaastad Christiansen jagt Quentin Fillon Mailert mit einer fulminanten letzten Runde fast eine Minute ab. Schweden sichert sich Bronze, Deutschland schaut in die Röhre.

Die Saison ist vorbei, die Lehre klar: Ohne treffsichere Kids wird aus Gold nur Blech. Für Leonhard Pfund bleibt der Schock, für den DSV die Erkenntnis: Der nächste Winter beginnt am Schießstand.