Deschamps: italien-rückkehr nach wm? der franzose spielt mit dem feuer!
Paris – Didier Deschamps, der scheidende französische Nationaltrainer, schürt die Gerüchte um eine mögliche Trainerstation in Italien. Nach 14 Jahren an der Spitze der Équipe Tricolore, in denen er eine Weltmeisterschaft und eine Nations League gewann, deutet Deschamps an, dass er nach dem Ende seines Engagements bei Frankreich offen für eine Rückkehr in die Serie A wäre. Ein überraschender, aber nicht unplausibler Schritt für den Mann, der bereits eine prägende Rolle im italienischen Fußball gespielt hat.
Die juventus-zeit: mehr als nur titel
Deschamps' Verbindung zu Italien ist tief verwurzelt. Seine Zeit bei Juventus Turin von 1994 bis 2000 war nicht nur von sportlichem Erfolg geprägt, sondern formte auch seinen Charakter als Spieler und späteren Trainer. Er gewann in dieser Zeit drei Meistertitel, die Champions League, den Weltpokal und den italienischen Pokal – eine beeindruckende Bilanz. Doch Deschamps betont immer wieder, dass die italienische Liga ihm mehr als nur Titel geboten hat: „Sie hat mir eine Mentalität vermittelt, die ich bis heute mitnehme. Die Disziplin, die Taktik, die Leidenschaft – das ist italienischer Fußball.“
Die Serie A als Schmiede für Gewinner: Deschamps profitierte von der harten Schule der italienischen Liga, in der er sich neben Legenden wie Alessandro Del Piero und Zinedine Zidane behaupten musste. Diese Erfahrung, gepaart mit seiner späteren Trainerkarriere, machte ihn zu dem erfolgreichen Coach, der er heute ist.

Maignan, rabiot und co.: deschamps' blick gilt weiterhin italien
Auch während seiner Amtszeit als französischer Nationaltrainer hat Deschamps stets ein wachsames Auge auf die italienische Liga geworfen. Mehrere französische Spieler haben in der Serie A Fuß gefasst, darunter Torhüter Mike Maignan (Milan), Mittelfeldspieler Adrien Rabiot (Juventus) und Stürmer Marcus Thuram (Borussia Mönchengladbach, ausgeliehen an Inter Mailand). Deschamps hat diese Spieler gezielt in die französische Nationalmannschaft integriert und ihre Leistungen in der Serie A gelobt. „Die italienische Liga ist ein hervorragender Ort, um sich zu entwickeln und zu reifen“, erklärte er kürzlich. „Die Spieler lernen dort, wie man kämpft, wie man taktisch diszipliniert spielt und wie man unter Druck performt.“
Die Möglichkeit eines Duells zwischen Deschamps und Zidane in der Serie A ist reizvoll. Beide haben in Italien ihre Spuren hinterlassen und könnten nun als Trainer gegeneinander antreten. Ob Deschamps tatsächlich in Italien landen wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: Seine Worte haben die Spekulationen angeheizt und die Fußballwelt in Aufruhr versetzt.
Deschamps' Aussage, er „sich nichts verbiete“ nach der Weltmeisterschaft, lässt Raum für Interpretationen. Die Nations League-Partie gegen Italien im Oktober könnte bereits ein vorläufiger Testlauf sein, bei dem er seine Fähigkeiten unter Beweis stellen will – diesmal im Dienste der Azzurri. Die Frage ist nicht, ob Deschamps Italien liebt, sondern ob Italien ihn zurückwillkommen lässt.
