Der finnische kopfschmuck enthüllt: ein skandal um bestechung in mantova 1967!
Die italienische Fußballwelt staunt – und schaut zurück. Jahrzehntealte Geheimnisse um Manipulationen und Bestechung im Kampf um den Scudetto von 1967 werden durch die Aussagen des Sohnes der legendären Trainerfigur Gustavo Giagnoni ans Licht gebracht. Ein „Longosardo“, wie er sich selbst nannte, und in erster Linie für seinen auffälligen Pelzkopfschmuck in Erinnerung geblieben, soll in einen Bestechungsversuch verwickelt gewesen sein – ein Angebot, das er vehement ablehnte, was letztendlich den Verlust des Meistertitels für Mantova bedeutete.
Ein leben zwischen sardinien und dem fußball
Gustavo Giagnoni, geboren in Olbia und später in Mantova lebend, war ein Mann zweier Welten. Vor seiner Karriere als fortschrittlicher Trainer spielte er als zentrale Mittelfeldspieler und Verteidiger für Mantova, zunächst als kämpferische Zehn, später als freier Spieler. Sein Sohn Basilio, selbst ein Ingenieur für Kernphysik und überzeugter Torofanía, erzählt im Rückblick eine faszinierende Lebensgeschichte, die von religiöser Berufung, dem frühen Talent für den Fußball und schließlich dem Aufstieg in den Profifußball geprägt ist.
„Mein Vater besuchte die Mittelschule in Lanusei bei den Salesianern im Internat. Er geriet in eine Krise, weil er die Freiheit vermisste und sich in der Klausur nicht wohlfühlte. Sein Vater, mein Großvater, litt darunter. Nach seiner Rückkehr wurde er zum Mechanikerknecht geschickt. Sein Talent für den Fußball wurde schnell erkannt und er debütierte in der damals vierten Liga für Olbia“, erinnert sich Basilio Giagnoni. Die Karriere nahm Fahrt auf, und Gino Colaussi, ein italienischer Fußballspieler, veranlasste seinen Wechsel zu Landini Fabbrico, einem Verein in der Nähe von Reggio Emilia, der von einer Traktorenfabrik betrieben wurde.

Der „kleine brasilianer“ von mantova
Der Wechsel nach Mantova markierte den Beginn einer Ära, die als der „kleine Brasilianer“ in die Geschichte einging. „Ein kometenhafter Aufstieg von der Interregionalen Liga bis zur Serie A“, beschreibt Basilio. Unter der Leitung von Edmondo Fabbri kamen Spieler wie Sormani, Dino Zoff und Schnellinger nach Mantova. Zoff wurde zu einem engen Freund der Familie; Giagnoni war sogar Trauzeuge bei seiner Hochzeit.
Ein besonders brisanter Vorfall ereignete sich im Derby von Mantova gegen Inter im Jahr 1967. Inter verlor das Spiel mit 1:0 und verpasste dadurch den Scudetto an Juventus. Laut Basilio wurde sein Vater von einem interistischen Spieler angesprochen, um das Ergebnis zu manipulieren. „Mein Vater antwortete: ‚Das tue ich nicht.‘ Dino Zoff, ein weiterer Mann von Prinzipien, war ebenfalls Teil des Mantova-Teams.“

Von turin zum milan – und der faustschlag
Giagnoni wechselte später zum Torino und wurde dort zum Idol der Fans, insbesondere nach einem Derby gegen Juventus, in dem er Franco Causio mit einem Faustschlag ins Gesicht traf. „Mein Vater mochte es nicht, diese Episode aufleben zu lassen. Causio provozierte ihn und beleidigte ihn“, so Basilio. Sein Beitrag zum Scudetto von 1976 war entscheidend: Er verbesserte beispielsweise die Technik von Paolo Pulici. „Er lehrte ihn die Koordination. Pulici war explosiv, aber er verhedderte sich beim Schießen. Mein Vater brachte ihm die Präzision bei.“

Rivera und der finnische kopfschmuck
Die Zeit beim AC Milan war von Spannungen geprägt, insbesondere durch die Beziehung zu Gianni Rivera. „Rivera trainierte, wann er wollte. Mein Vater rief ihn eines Tages zu Hause an, aber Riveras Mutter weigerte sich, ihn stürmen zu lassen. Mein Vater schloss ihn daraufhin vom Spiel gegen Cesena aus. Die Fans beschimpften ihn, einige spucken ihm sogar ins Gesicht. Ich war dabei.“ Die Geschichte von einem möglichen Tausch mit Claudio Sala vom Toro stellte sich als Erfindung eines Journalisten heraus.
Der Kopfschmuck, der Giagnoni so bekannt machte, war übrigens kein russischer, sondern ein finnischer. „Ein Freund aus Mantova schenkte ihn ihm nach einer Reise. Es war kein politisches Symbol, er war kein Kommunist, sondern ein Mann der Mitte.“
Die Aussagen des Sohnes werfen ein neues Licht auf eine dunkle Episode der italienischen Fußballgeschichte. Die Frage bleibt: Wie viele weitere Skandale schlummern in den Archiven des italienischen Fußballs?
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