Deportivo la coruña: vielseitigkeit als schlüssel zum aufstieg?
Ein überraschend breiter Kader und eine bemerkenswerte Verteilung der Spielminuten – der Deportivo La Coruña präsentiert sich derzeit als eine der vielversprechendsten Mannschaften im Aufstiegsrennen. Während andere Teams mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen haben, scheint der Deportivo seine Flexibilität auszuspielen und einen entscheidenden Vorteil zu erlangen.

Die ungewöhnliche balance im spielminuteneinsatz
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Deportivo setzt mit großem Abstand am häufigsten auf unterschiedliche Spieler und gewährt auch den weniger eingesetzten Profis signifikante Spielanteile. Mit einem Durchschnitt von 43,7 % der möglichen Spielminuten pro Spieler liegt der Verein deutlich vor Verfolgern wie Leganés, Castellón, Almería und Eibar. Das bedeutet, dass nahezu jeder im Kader regelmäßig zum Einsatz kommt und somit eine wertvolle Routine sammeln kann.
Trainer Ximo und sein Nachfolger Altimira zeigen dabei ein hohes Maß an taktischer Flexibilität, was sich in der breiten Auswahl an verfügbaren Spielern widerspiegelt. In der Abwehrreihe sind beispielsweise sowohl Ximo als auch Altimira auf dem rechten Flügel zu finden, während in der Innenverteidigung Comas, Loureiro, Barcia und Noubi um die Positionen kämpfen. Auch im Mittelfeld herrscht eine gesunde Konkurrenz mit Villares, Jurado, Patiño, Soriano und Riki – eine beeindruckende Auswahl an erfahrenen und talentierten Spielern.
Die Offensive profitiert ebenfalls von dieser Philosophie. Obwohl die Verletzungen von Yeremay und Mella eine Herausforderung darstellen, können sich Stoichkov, Eddahchouri, Mulattieri, Christian Herrera und der junge Nachwuchsspieler Nsongo in den Vordergrund spielen. Lediglich Antonio Hidalgo und der Torwart Germán, der im Winter seinen Platz an Ferllo verlor, sowie Gragera, der seit Monaten fehlt, finden aktuell keine Berücksichtigung.
Die Fähigkeit, auf verschiedene Spieler zu setzen, ohne dabei an Qualität zu verlieren, macht den Deportivo zu einem gefährlichen Gegner. Die tiefe Kaderbreite ermöglicht es, Ausfälle zu kompensieren und die taktische Ausrichtung an den jeweiligen Gegner anzupassen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Strategie auch in der entscheidenden Phase der Saison zum Erfolg führt, aber die Zeichen stehen gut für eine spannende Rückrunde in La Coruña.
