Demichelis zündelt mallorca-abstiegs-drama mit kumbulla-affäre an

Die Insel brennt. 24 Stunden vor dem letzten Spieltag kocht Real Mallorca nicht nur wegen des drohenden Abstiegs, sondern wegen einer internen Bombe: Marash Kumbulla und Martín Demichelis liefern sich einen öffentlichen Schlagabtausch, der das ohnehin angespannte Klima in der RCD-Stadion-Kabine zum Überkochen bringt.

„Ich weiß nichts – und ich weiß alles“

Der Trainer zündelte am Freitagabend nach dem Abschlusstraining. Auf die Frage nach den verletzten Spielern sagte er trocken: „Von Kumbulla weiß ich nichts.“ Als die Reporter nachhakten, schob er nach: „A buon intenditor, poche parole.“ – Ein Wink mit dem Zaunpfahl auf Italienisch. Demichelis deutete damit an, dass sich der 24-jährige Innenverteidiger nicht ausreichend um seine Reha kümmerte – während Luvumbo und Raíllo laut Trainer „vorbildlich“ kämpften.

Die Wucht der Worte war kein Versehen. Demichelis wollte die Eskalation. Er wollte klarstellen, was in seinem Kader Sünde ist: fehlende Disziplin, fehlende Präsenz, fehlendes Opfer. Kumbulla, seit Januar mit einer Sprunggelenksblessur außer Gefecht, wurde zum Sündenbock für eine Saison voller Rückschläge.

Kumbulla schlägt zurück – auf instagram

Kumbulla schlägt zurück – auf instagram

Statt intern zu klären, griff der Italiener zu seinem Handy. In seiner Story schrieb er: „Ich habe aus der Presse erfahren, dass meine Professionalität in Frage gestellt wird. Das dulde ich nicht. Es wird Zeit und Ort für eine Klärung geben – jetzt aber gilt: Amunt Mallorca.“ Die Nachricht war ein Seitenhieb, aber nicht gegen Demichelis direkt. Er adressierte die Medien, nicht den Trainer. Ein klassischer Move, um sich die Fanbasis zu sichern, ohne die Kabine endgültig zu sprengen.

Der Clou: Kumbulla löschte den Post nach 37 Minuten wieder. Die Screenshots aber gehen viral in Palma. Die Ultras kritisieren ihn trotzdem: „Wenn du seit Monaten fehlst, darfst du dich nicht vor der Mannschaft verstecken“, lautet ein Kommentar mit über 2.000 Likes.

Abstiegs-szenarien mit nebengeräusch

Abstiegs-szenarien mit nebengeräusch

Sollte Mallorca morgen gegen Oviedo verlieren und Cádiz punktet, rutscht der Klub auf Rang 18 ab. Die Folge: ein Schaden von mindestens 35 Millionen Euro TV-Gelder plus Imageverlust. Genau in dieser Hochspannung liefert der Trainer eine öffentliche Rüge seines hoch dotierten Leihspielers – ein Spiel mit dem Feuer.

Intern heißt es, Kumbulla habe die Reha-Anweisungen des medizinischen Stabs mehrfach ignoriert. Er soll allein in München einen Spezialisten aufgesucht haben, ohne Club-Erlaubnis. Demichelis wollte offenbar ein Exempel statuieren: Wer sich der Mannschaft entzieht, fliegt aus der DNA des Vereins.

Der finale kniff

Der finale kniff

Die Mannschaft hält sich vor dem Spiel zurück. Kapitän Manu Morlanes sagt nur: „Wir konzentrieren uns auf das Runde.“ Doch die Wogen sind nur mühsam geglättet. Sollte Mallorca tatsächlich absteigen, wird die Kumbulla-Affäre zum Synonym für eine Saison, in der sich Verletzung, Gehaltsexzesse und Kommunikationspannen verbanden.

Demichelis hat seinen Job aufs Spiel gesetzt. Entweder rettet er den Klub – oder er liefert das nächste Drama. Kumbulla wird wohl nie wieder das Mallorca-Trikot tragen. Seine Leihe endet ohne Bewährung. Die Rechnung dafür präsentiert der italische Nationalspieler später. Vielleicht. Erst mal zählt nur der Rasen. Und der tickt laut.