Demichelis rettet mallorca: zehn punkte aus fünf spielen – rekord!

Ein argentinischer Coach, zwölf Finals und ein Klub am Abgrund. Martín Demichelis landete auf Mallorca, als die Insel nur noch Sehnsucht kannte – nach Punkten, nach Luft, nach einem Wunder. Fünf Partien später liegt der RCD Mallorca wieder in der Sonne: zehn Punkte, Platz sieben, vier Gegentore. Die Statistik lacht, das Stadion singt.

Real madrid? nur ein gegner

Die 1:0-Sensation gegen die Königlichen war kein Zufall. Demichelis ließ Pablo Torre frei, stellte Sergi Darder neu auf – und plötzlich lief das Mittelfeld wie ein Uhrwerk. Balleroberung, Umschaltmoment, Doppelpass. Keine Hierarchie, nur Fußball. So lautet die Devise. Die Mannschaft glaubt wieder an sich selbst und spielt bis zur Nachspielzeit auf Sieg.

Die Zahlen sind gnadenlos. Zehn Punkte aus fünf Spielen – so gut startete in diesem Jahrhundert noch kein Mallorca-Trainer in der Primera División. Michael Laudrup blieb 2011 bei sieben Zählern stehen, Luis García Plaza kam 2022 auf acht. Nur Héctor Cúper war 1997 einen Tick besser: elf Punkte. Demichelis sitzt bereits neben ihm in der Geschichtsbank.

Abwehr eingeschweißt, mittelfeld entfesselt

Abwehr eingeschweißt, mittelfeld entfesselt

Die Defensive kassierte nur vier Gegentreffer – Liga-Topwert. Die Linien sind enger, die Zweikampfquote gestiegen. Vorne nutzt Torre die Räume, Darder verteilt mit links und rechts. Das 2:0 gegen Rayo Vallecano war die logische Folge: früher Zugriff, schnelles Kombinationsspiel, eiskalter Abschluss. Die Serie hält, der Glauben wächst.

Doch die wahre Starke steckt im Kopf. Nach der Entlassung von Jagoba Arrasate wirkte die Kabine wie ein offener Wundpunkt. Demichelis sprach mit jedem Einzelnen, strich taktische Details auf den Taktischboard und verlangte nur eins: vollen Einsatz bis zum Abpfiff. Die Antwort kam auf dem Platz – und auf der Anzeigetafel.

Die Insel jubelt, die Konkurrenz schaut neidisch. Zwölf Finals? Schon sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Demichelis hat Mallorca nicht nur aus dem freien Fall geholt – er katapultiert den Klub Richtung Europa. Die nächste Aufgabe wartet, doch der argentinische Neuling spielt schon jetzt in einer eigenen Liga: der der Geschichte.