Degen brüllt basler stars an: wer sich nicht blutet, fliegt raus
David Degen hat die Bombe gezündet. Mit einem Satz jagt der FC-Basel-Präsident Kaltschauer durch die Kabine: Wer sich nicht zu 100 Prozent für den FCB verreißt, hat hier nichts verloren. Das sagt er nicht nach einer Niederlage, sondern nach drei Siegen in vier Spielen – und das macht die Attacke erst so brisant.

Der präsident zieht den stecker, bevor die krise zurückkehrt
Die Zahlen lügen nicht: Vor dem 3:1 gegen Servette holte der FCB neun Punkte aus zwölf. Doch Degen sieht nur die Leere zwischen den Ergebnissen. Er spricht von fehlenden Vereinswerten, von vermisster Einsatzbereitschaft, von Spielern, die das Basel-Trikot wie ein luftiges Leihgarn tragen. Kein Name fällt, aber jeder weiß: Das gilt für die ganze Gruppe.
Trainer Stephan Lichtsteiner steht laut Degen voll im Soll. Das klingt wie Rückendeckung, ist aber auch ein Schulterschluss gegen mögliche Revolten. Lichtsteiners Job ist es, aufzuräumen, wie Degen es nennt. Was das bedeutet? Testspiele gegen sich selbst, interne Hierarchien, ein Kader, der sich bis Winter neu sortieren muss.
Die Fans spüren die Diskrepanz. Sie feiern Siege, sehen aber, wie ihre Mannschaft gegen Espen und Co. oft nur müde dahinvegetiert. Die Thuner Meisterexpress rollt trotz Basel-Punkten weiter – und das nagt am Selbstbild des Rekordmeisters.
Degens Ultimatum ist klar: Nächstes Mal reicht kein müdes 2:0. Wer nicht bis zur Erschöpfung sprintet, fliegt. Das ist kein Appell, das ist ein Befehl. Und er kommt direkt aus dem Präsidentenbüro, nicht aus der Sportdirektion. Das macht ihn zum stärksten Machtwort, das Basel seit Jahren gehört hat.
