Deb-team feiert auftakt-sieg – doch verbesserungsbedarf vor lettland-spiel
Erster sieg, aber noch luft nach oben
Die deutsche Eishockeynationalmannschaft hat sich am Donnerstagabend mit einem 3:1-Sieg gegen Dänemark einen vielversprechenden Start in das olympische Turnier in Mailand gesichert. Trotz des ersten Erfolgs sieht das Team unter der Leitung von Bundestrainer Kreis aber noch erheblichen Verbesserungsbedarf vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstagmittag gegen Lettland. Es gilt, die Leistung zu stabilisieren und die Fehler zu minimieren, um auch gegen die Letten erfolgreich zu sein.

Nervosität im spielaufbau
Besonders im Auftaktspiel gegen die starken Dänen offenbarte sich im Spielaufbau eine gewisse Nervosität. Nicht jeder Pass aus der eigenen Zone erreichte sein Ziel. Moritz Seider, NHL-Verteidiger, deutete an, dass dies auch an der besonderen Bedeutung des Turniers liege: „Es ist die größte Bühne, die es für einen Eishockeyspieler gibt.“ Dennoch ist eine präzisere Passarbeit entscheidend, um das eigene Tor besser zu schützen und gefährlichere Angriffe zu fahren.

Starker zusammenhalt und disziplin
Positiv hervorzuheben ist, dass sich das DEB-Team von den harten Checks der Dänen nicht beeindrucken ließ. Auch Superstar Leon Draisaitl ließ sich nicht provozieren. Entscheidend war die Disziplin der Mannschaft, die über die vollen 60 Minuten hinweg keine Strafzeiten kassierte. „Kein unnötiges Haken, kein Stockschlagen, kein Beinstellen“, so Seider. Diese Disziplin war ein Schlüsselfaktor für den Sieg.

Grubauer als rückhalt
Ein herausragender Auftritt gelang Torhüter Philipp Grubauer, der mit seinen Paraden maßgeblich zum Sieg beitrug. Seider lobte Grubauers Ruhe und seinen Einfluss auf das Spiel: „Er war sehr wegweisend für unser Spiel. Er kann im Turnier ein absoluter Game-Changer werden.“ Grubauers Leistungen werden auch gegen Lettland von entscheidender Bedeutung sein.

Lettland als nächster gegner
Die Letten verloren ihr Auftaktmatch gegen die USA mit 1:5 und kamen lediglich auf 18 Torschüsse. Im lettischen Kader befinden sich bekannte Namen wie Stanley-Cup-Champion Uvis Balinskis und Kapitän Kaspars Daugavins, der aktuell in der DEL2 bei den Kassel Huskies spielt. Obwohl die Letten nicht die Geschwindigkeit der Dänen erreichen, erwartet das deutsche Team einen physisch harten Gegner.

Teamgeist als schlüssel zum erfolg
Bundestrainer Kreis und Moritz Seider betonen vor dem Spiel gegen Lettland die Bedeutung des Teamgeistes. „So ein Turnier wird nicht im Alleingang gewonnen“, so Seider. Auch Draisaitl lobte die Leistungen der dritten und vierten Sturmreihen. Die Last müsse auf mehrere Schultern verteilt werden, um erfolgreich zu sein. Die gesamte Mannschaft muss als Einheit agieren.
Rotation im kader
Bundestrainer Kreis hatte im Auftaktmatch Korbinian Geibel als überzähligen Verteidiger auf der Tribüne sitzen lassen. Er begründete dies mit der ausreichenden Anzahl an Verteidigern und dem Verzicht auf eine achte Verteidigerposition. Seider wies darauf hin, dass die nicht eingesetzten Spieler im weiteren Turnierverlauf wichtig werden können.
Überblick über die teams
| Team | Ergebnis |
|---|---|
| Deutschland | 3:1 vs. Dänemark |
| Lettland | 1:5 vs. USA |
