De vrij: inter-bleibenswahrscheinlichkeit sinkt – saudischer traum lockt?
Mailand – Die Zukunft von Stefan de Vrij beim FC Internazionale steht in den Sternen. Während der Verein sich bereits bei Henrikh Mkhitaryan mit einer vorzeitigen Vertragsverlängerung geeinigt hat, gestaltet sich die Situation beim niederländischen Innenverteidiger deutlich komplexer. Eine Verlängerung ist zwar noch nicht vom Tisch, doch die Wahrscheinlichkeit dafür schwindet zusehends.

Mkhitaryan als vorbild? de vrij zögert
Wie bei Mkhitaryan, der trotz seines fortgeschrittenen Alters und einer auslaufenden Vereinbarung eine neue Chance bei den Nerazzurri erhält, könnte auch De Vrij eine weitere Saison in Mailand verbringen. Doch anders als der Armenier, der offenbar von Cristian Chivus Vertrauen überzeugt ist, scheint De Vrij offen für neue Wege zu sein. Sein Vertrag läuft am 30. Juni aus, und die Möglichkeit eines Wechsels ins Ausland, insbesondere in die Saudi-Professional-League, gewinnt an Bedeutung.
Der frühere Lazio-Star hat sich laut seines Beraters Federico Pastorello offen für ein Angebot außerhalb Italiens gezeigt. „Der Gedanke, Italien zu verlassen, ist etwas, das er mir vorgeschlagen hat“, so Pastorello gegenüber italienischen Medien. Diese Aussage deutet auf eine gewisse Unzufriedenheit hin und lässt vermuten, dass De Vrij eine Veränderung wünscht.
Die Verhandlungen mit Inter gestalten sich offenbar schwierig. Während der Verein grundsätzlich an einer Verlängerung interessiert ist, scheinen die finanziellen Vorstellungen von De Vrij und seinem Berater deutlich höher zu liegen als das, was Inter bereit ist, zu zahlen. Eine Gehaltsanpassung in Richtung der von Mkhitaryan akzeptierten Summe (ca. 4 Millionen Euro netto pro Saison) scheint für De Vrij keine Option zu sein.
Ein konkretes Interesse signalisierte bereits Al-Hilal, dessen Trainer Simone Inzaghi, der zuvor bei Inter tätig war, De Vrij bereits aktiv umwerben ließ. Auch der griechische Rekordmeister Olympiakos Piraeus soll sich nach dem erfahrenen Verteidiger erkundigt haben. Die saudische Liga lockt mit lukrativen Angeboten und dem Versprechen von neuem Glanz.
Ob De Vrij tatsächlich in Saudi-Arabien oder Griechenland anheuern wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass seine Zukunft bei Inter in der Schwebe hängt und die Entscheidung des Vereins maßgeblich davon abhängen wird, ob er bereit ist, De Vrijs Gehaltsvorstellungen zu erfüllen. Eine Verlängerung ist zwar noch möglich, aber die Zeichen stehen auf Abschied.
Die Frage, ob Inter sich im Rennen um die Verteidigerpositionen in der kommenden Saison verstärken muss, wird sich bald stellen. Sollte De Vrij tatsächlich gehen, muss der Verein eine adäquate Alternative finden, um die Lücke im Abwehrverbund zu schließen.
