Dazn-expertin giorgia rossi: vom römischen fan zum fußball-geheimnis
Rom, Mailand – Giorgia Rossi, das Gesicht der Fußball-Analysen bei Dazn, entblößt in einem exklusiven Gespräch ihre Leidenschaft für den Sport, ihre familiäre Verwurzelung im römischen Fußball und ihre Träume jenseits der Bildschirme. Doch bevor wir in ihre persönlichen Ambitionen eintauchen, sei gesagt: Rossi ist mehr als nur eine eloquente Moderatorin – sie ist eine Fanzeugin, deren Begeisterung ansteckend ist.
Die wurzeln der liebe: von candela bis balbo
Die Geschichte begann mit ihrem Großvater Mario, einem Mann, dessen Liebe zum Fußball Giorgia Rossi frühzeitig eingeflüstert wurde. „Es war ein Weg, etwas mit ihm und meinem Vater zu teilen“, erinnert sie sich. Ihr erstes Live-Spiel, ein Roma-Vicenza 2:0 mit dem Debüt von Candela und Balbos Doppeltorschuss, prägte sie nachhaltig. Die Atmosphäre im Olympiastadion, der Jubel der Fans – all das wirkte auf das junge Mädchen wie Magie. In den Kindertagen schon, bei der Fußball-EM 1990, hatte sie die Begeisterung der Menschen erlebt, die im Garten ihres Onkels die Spiele verfolgten und die italienische Flagge schwangen.
Später sollte die Champions-League-Finale 2008, das verlorene Elfmeterschießen von John Terry, einen weiteren tiefen Eindruck hinterlassen – eine Zeit des persönlichen Umbruchs und der beruflichen Unsicherheit.
Die Familie, die Römer waren: Rossi stammt aus einer Familie, die sich leidenschaftlich dem AS Rom verschrieben hat. „Meine ganze Familie war römische Anhänger, und das war auch kleine Giorgia“, gesteht sie lachend. Trotz dieser tief verwurzelten Leidenschaft für den Verein, scheint Rossi mit dem Ball selbst nicht viel anfangen zu können. „Vielleicht gelingt mir ein paar Kopfball, aber mit den Füßen… da bin ich nicht so gut.“

Von der bühne ins rampenlicht: neymars geheimnisse und mourinhos charme
Obwohl sie ihre fußballerischen Fähigkeiten relativiert, hat Rossi ihren Platz im Sportjournalismus gefunden. „Mit 16 Jahren habe ich meine Leidenschaft für Schreiben und Fußball vereint und mir ein Ziel gesetzt“, erklärt sie. Ihr neues Format bei Dazn, „Giorgia’s Secret“, verspricht intime Einblicke in die Welt des Fußballs. Wer wäre ihr Traumgast? Neymar, „weil ich glaube, dass er so viel zu erzählen hat, so viele Schattenseiten zu enthüllen.“ Und wenn sie einen Trainer auswählen könnte, wäre es José Mourinho, „der Erste, der mir in den Sinn kommt. José, ich stehe hier bereit.“
Auch ihre Erinnerungen an Legenden wie Roberto Baggio und Diego Maradona sind voller Respekt und Bewunderung. Aktuell verfolgt sie die Leistungen von Federico Dimarco mit besonderem Interesse.
Einblicke in die Zukunft gibt sie mit dem exklusiven Interview mit Beppe Marotta, dem Präsidenten der Inter, das nach Saisonende ausgestrahlt wird. Die Meisterschaft der Nerazzurri hält sie für verdient: „Die Mannschaft war konstant in einer Liga, in der die Konkurrenz nicht mithalten konnte.“
Während Milan und Juventus in der Champions-League-Qualifikation vorne liegen, sticht das Juventus-Inter-Spiel (4:3) als das aufregendste des Jahres hervor. Und wer hat sie am meisten unterhalten? Federico Dimarco, natürlich.

Ein unerfüllter traum und eine unerwartete karriere
Trotz ihres Erfolgs als Journalistin bedauert Rossi, ihr Jurastudium nicht abgeschlossen zu haben. „Es ist ein persönlicher Schmerz. Ich habe versucht, das Studium wieder aufzunehmen, aber die Fristen waren abgelaufen.“ Sollte sie eines Tages ein Kind bekommen, würde sie ihm raten, ein Studium abzuschließen – nicht für die Karriere, sondern für sich selbst.
Ein Angebot für einen Film? „Ich würde annehmen! Aurelio (De Laurentiis), warum rufst du noch nicht an?“, neckt sie und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Es wäre die Rache der blonden Frauen.“
Auch ihre musikalischen Vorlieben verrät sie: „Ich höre vor allem im Auto, wenn ich alleine bin. Ich mag es, die Musik dem jeweiligen Lebensgefühl anzupassen.“ Und der Traum vom Sanremo-Festival? „Ein fantastisches und besonderes Erlebnis wäre das. Es wäre ein Traum, auch nur eine Minute auf dieser Bühne zu stehen.“
Als Inspiration dient ihr Rita Levi-Montalcini und ihr Zitat: „Habt keine Angst vor schwierigen Momenten. Das Beste kommt daraus.“ Auch in ihrer Jugend war sie sportlich aktiv, betätigte sich in der Leichtathletik und beim Tennis, bevor sie sich dem Studium zuwandte. „Ich war sehr wettbewerbsorientiert, wenn man beim Tennis nicht trainiert…“, grinst sie.
Die Fußballwelt kann sich darauf freuen: Giorgia Rossi wird auch weiterhin mit ihrer Expertise und Leidenschaft die Bildschirme erobern. Denn eines ist klar: Der Fußball ist mehr als nur ein Spiel – er ist eine Leidenschaft, die Menschen verbindet und inspiriert.
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