Davos schlägt zug 4:1 und feiert lemieux-choreo aus der kabine
Der HC Davos hat den EV Zug mit einem furiosen 4:1 aus der Postseason gekickt – und das mit einer Choreo, die den Mann auf die Tribüne bannte, der sonst für Schlagzeilen sorgt. Brendan Lemieux, 30, musste zuschauen, während 8 000 im Landwassertal seinen Januar-Doppelgriff mit Kovar und Lindemann nachspielten. Die Botsung der Kurve: „Und jetzt usa mit eu!“
Die szene, die das stadion trägt
Im Januar packte Lemieux im selben Shift zwei Gegner am Kragen und riss sie übers Eis. Die Bilder gingen viral – und genau diese Pose projizierten die Davoser Ultras auf ein 20-Meter-Tuch. Lemieux selbst saß in Anzug und Kappe zwischen den Ersatzspielern, grinste, klatschte, feierte jedes Tor mit. Ein Stürmer, der sonst mit Strafminuten glänzt, wurde zum Maskottchen ohne Einsatzzeit.
Das war kein Zufall. Trainer Ari-Pekka Selin hatte Lemieux zuvor schon zweimal gesund aus der Reihe gestrichen – ein Machtspiel, das aufging. Denn ohne den Enforcer wirkten seine Reihen schneller, zielstrebiger. Das Breakout gelang Andres Ambühl, der nach 27 Sekunden zur 1:0-Führung traf, und Dario Simion, der mit seinem zweiten Playoff-Tor den Deckel draufmachte.

32. Titel? die rechnung der statistiker
Mit dem Viertelfinalsieg steht Davos bei neun Heimsiegen in Serie. Die letzten drei Meisterschaften der Qualifikationssieger gingen 2013, 2018 und 2021 an den Club aus dem Graubünden. Die Wahrscheinlichkeit, nach dem ersten Platz in der Regular Season auch den Pokal zu holen, liegt ligenintern bei 67 %. Die nächste Hürde heißt Genf-Servette – ein Team, das in der Saisonserie 1:4 gegen Davos verlor.
Lo wa niemand laut sagt: Lemieux könnte zurück. Die Serie beginnt am Freitag, und Selin hat noch kein endgültiges Lineup genannt. Die Fans wittern bereits die nächste Inszenierung: eine Choreo mit Servette-Captain Alexei Toropchenko als Gegenspieler. Die Mission 32 läuft – und sie läuft laut.
