Davos muss auf hollenstein verzichten – finnischer torhüter springt ein

Die Saison ist für Luca Hollenstein gelaufen. Der 26-jährige Goalie des HC Davos zog sich beim Heimspiel gegen den EHC Kloten einen Innenbandriss im rechten Knie zu und fällt für den Rest der Spielzeit aus. Die Operation steht kurz bevor. Die Bündner reagierten sofort und holten sich Verstärkung aus dem hohen Norden.

Roope taponen übernimmt das tor

Schon am Montag unterschrieb Roope Taponen seinen Vertrag. Der 24-jährige Finne kennt die Schweizer Eisflächen – 2022 stand er mit IFK Helsinki am Spengler Cup in Davos zwischen den Pfosten. In der laufenden Saison absolvierte er 19 Einsätze für Ilves Tampere und sammelte zusätzlich Spielpraxis in der finnischen Zweitliga. Taponen bringt 1,93 Meter Körpergröße und eine Kampfzone von 102 Zentimetern Schulterbreite mit. Das passt ins Davoser Tor.

Die Verletzung Hollensteins schmerzt doppelt. Er war in dieser Spielzeit der stabilste Rückhalt der Bündner, hielt mit 92,3 Prozent Fangquote die Liga-Spitzenwerte. Nun rutscht Ersatzmann Leonardo Genoni in die Starting-Six, Taponen wird als Nummer zwei hinter ihm fungieren. Die Frage lautet: Hält die Torhüter-Duo-Formation auch in den Playoffs, wenn jedes Spiel auf Messers Schneide steht?

Heimvorteil trotz personalsorgen

Heimvorteil trotz personalsorgen

Die sportliche Lage entschärft den Ausfall ein wenig. Der HCD wird die Regular Season als Erster abschließen und damit in allen Playoff-Runden das Heimrecht genießen. Die letzten fünf Heimspiele endeten allesamt mit Siegen, dabei kassierte Davos nur neun Gegentore. Trotzdem: Wer in der Postseason mit dem sicheren Gefühl eines Top-Keepers lebt, spielt auf einer anderen emotionalen Schiene.

Coach Christian Wohlwend muss nun seine Defensive neu justieren. Die Top-Defensive-Paarung Calvin ThürkaufMichael Fora stand in den letzten Partien über 22 Minuten auf dem Eis. Mit Taponen im Kasten drohen zusätzliche Schüsse, weil die Abwehrspieler lernen müssen, wie der Neue die Rebounds kontrolliert. Ein Detail, das in der hektischen Playoff-Atmosphäre über Sieg oder Ausscheiden entscheidet.

Die Verletzung kommt für Hollenstein zur Unzeit. Sein Verläuft Ende Saison aus, Gespräche über eine Verlängerung liefen bereits. Nun wird der Klub abwarten, wie der Rehabilitationsverlauf verläuft. Torhüter mit Knie-Operationen brauchen im Schnitt fünf Monate, bis sie wieder Vollast verkraften. Das bedeutet: Hollenstein droht auch der Start in die nächste Spielzeit zu verpassen. Für den Moment zählt nur eins – der HCD will den Cup, mit oder ohne seinen Stammtorhüter.